Die Deutschen sind in Sektlaune. Rotkäppchen-Mumm, der Marktführer aus Sachsen-Anhalt, konnte im vergangenen Jahr Umsatz und Absatz wieder steigern. Nach dem enttäuschenden Jahr 2013 hat der Konzern reagiert - und Weinmischgetränke ausprobiert. Mit den prickelnden Fruchtvarianten hat sich Rotkäppchen neue, jüngere Konsumenten erschlossen.

Die Kernmarke bleibt der Rotkäppchen-Sekt mit einem Anteil von 37 Prozent auf dem deutschen Markt. Doch künftig muss sich der Konzern breiter aufstellen und ausländische Märkte erobern. Die Flasche mit der roten Kappe ist dabei die Eintrittskarte. Denn Rotkäppchen hat Historie, Authentizität und Tradition - wichtige Attribute für die Glaubwürdigkeit einer Marke im Ausland. Der Name mit dem für viele Ausländer unaussprechlichen Umlaut ist kein Hindernis. Vorschläge, Rotkäppchen in "Little Red Riding Hood" umzubenennen, erteilte der Vorstand zu Recht eine Absage.