Eine Studie hat ergeben, dass zwei Drittel der deutschen Arbeitnehmer kaum emotionale Bindungen zu ihrer Firma haben und nur "Dienst nach Vorschrift" machen. Anders ausgedrückt: Was zählt, ist die Überweisung am Monatsende. Dies als Normalzustand zu bewerten, wäre ein eklatanter Fehler, weil damit die Motivation, gute Arbeit zu leisten, auf einen rein finanziellen Aspekt reduziert wird.

Erst kürzlich war im "Spiegel" zu lesen, dass deutsche Führungskräfte ihre Belegschaften mehrheitlich nach dem Motto führen "Nicht getadelt ist Lob genug". Genau hier liegt das Problem: Arbeit verlangt nicht nur nach Bezahlung, sie schreit förmlich auch nach Anerkennung. Es gibt keine billigere und freundlichere Motivation als ein anerkennendes Wort. Wenn Führungskräfte das nicht wissen, haben sie ihre Bezeichnung nicht verdient. (Wirtschaft)