Guido Westerwelle tritt im Mai nicht mehr als Kandidat für den FDP-Vorsitz an. Die FDP wird dadurch nicht zur Ruhe kommen, auch wenn nach den Niederlagen der jüngsten Landtagswahlen das Zurücktreten bei den Liberalen an der Tagesordnung ist.

Ohne Frage hat auch Westerwelle für seine Partei Verdienste vorzuweisen. Doch Erfolge haben bekanntlich viele Väter. Und da profitiert die FDP schon immer in erster Linie von den Schwächen der anderen Parteien. Spätestens wenn Spaß und Klientelpolitik im Vordergrund stehen, hört beim Wähler der Spaß auf. Und wenn eine Partei derart Profil verliert, verliert sie auch Wahlen.

Für die FDP geht es nicht nur darum, eine neue Parteiführung zu finden. Es geht darum, ein zukunftsträchtiges, glaubwürdiges Profil zu finden. Nur so kann die Partei auch die nächsten Fünf-Prozent-Hürden nehmen.