Frankfurt/Main (dpa) l Die Lufthansa-Piloten haben am Donnerstag ihren Streik fortgesetzt. Das trifft Lufthansa und Flughäfen hart. Mancher profitiert aber auch.

GEWINNER

lLufthansa-Konkurrenten: Wenn die Verbindungen passen, bucht sogar die Lufthansa ihre Passagiere auf die Maschinen der Konkurrenz um und muss die Kosten dafür übernehmen. Die in Frankfurt abhebenden Maschinen der Wettbewerber können ihre Frachträume zu hohen Preisen auffüllen, weil die Kapazitäten der Lufthansa wegfallen.

lBahn: Lufthansa und ihre Tochter Germanwings haben 20 000 Gutscheine für die Bahn ausgegeben.

lFernbusse: Busunternehmen berichten von gestiegener Nachfrage.

lMitfahrzentralen: Einzelne Städteverbindungen verzeichnen eine gestiegene Nachfrage um 25 bis 50 Prozent.

VERLIERER

lPassagiere müssen ihre Reisepläne ändern und zum Teil wichtige Termine absagen. Betroffen sind etwa 425000 Fluggäste.

lLufthansa: Den wirtschaftlichen Schaden beziffert der Lufthansa-Konzern auf einen hohen zweistelligen Millionenbetrag.

lFlughäfen: Fraport beklagt pro Streiktag Umsatzverluste im einstelligen Millionenbereich. Der Flughafen München rechnet mit Einbußen in Millionenhöhe.

lTaxis: An den Flughäfen herrscht laut Taxi- und Mietwagenverband Saure-Gurken-Zeit.

lGeschäfte an Flughäfen: Inhaber beklagen, dass kaum noch Kunden kommen.

lReisebüros: Zusatzarbeit mit Umbuchungen und Stornierungen. (dpa)