Dresden/Aachen (dpa) l Aachener Printen schlucken Dresdner Stollen: Der Süßwarenhersteller Lambertz hat nach eigenen Angaben eine Mehrheitsbeteiligung an der Dresdner Großbäckerei Dr. Quendt übernommen. Angaben über die Höhe der Beteiligung machte das Aachener Unternehmen am Donnerstag nicht. Die 150 Arbeitsplätze bei Quendt seien nicht in Gefahr. "Entlassungen sind nicht geplant", erklärte Alleininhaber Hermann Bühlbecker.

Die Lambertz-Gruppe sei mit der Übernahme nun bei allen drei großen Herkunftsbezeichnungen im Backwarenbereich jeweils mit führenden Marken vertreten: Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen und Dresdner Stollen.

Quendt erzielt einen Umsatz von 20 Millionen Euro und ist Deutschlands größter Hersteller von Dresdner Stollen. Das Unternehmen verfüge zudem über Kompetenzen bei der Herstellung von Eiweißschaumgebäcken und sei einer der beiden Marktführer bei Russisch Brot.

Die Firma war 1991 vom Namensgeber Dr. Hartmut Quendt aus einem aufgelösten VEB Dauerbackwarenkombinat heraus gegründet worden. 2006 hatte sein Sohn Matthias Quendt das Ruder übernommen. Er bleibt weiterhin Gesellschafter.