New York (dpa) l Deutschland ist bei der Internetnutzung weltweit vorn mit dabei, aber in keinem Bereich spitze. Das geht aus dem neuen Weltreport hervor, den die Fernmeldeunion der Vereinten Nationen am Montag in New York veröffentlichte. Demnach ist Deutschland bei der Internetnutzung, wenn auch knapp, nicht einmal unter den ersten zehn Prozent. 84 Prozent aller Deutschen sind dem Bericht zufolge im Netz.

Von 191 untersuchten Ländern kommt Deutschland auf Platz 20, gleich hinter den USA und vor Australien. Island führt die Liste mit 96,5 Prozent an, Norwegen, Schweden und Dänemark kommen gleich dahinter. Am Ende der Liste stehen Osttimor und Eritrea, wo jeweils nur etwa jeder Hundertste online ist. Der weltweite Durchschnitt liege bei 37,9 Prozent.

Bei der Nutzung von Festnetz-Breitband liegt Deutschland auf Platz zehn - gleich hinter Island und ganz knapp vor Andorra. Spitzenreiter ist Monaco. Dort haben demnach 44,7 Prozent aller Einwohner Breitband-Internet. Die Schweiz folgt mit 43 Prozent, Dänemark mit 40,2 Prozent. In Deutschland sind es 34,6 Prozent. Davor liegen zum Beispiel die Niederlande (Platz 4 mit 40,1 Prozent), Frankreich (5./38,8 Prozent) und Großbritannien (8./35,7). Weniger feste Breitbandverbindungen gibt es in Schweden (10./32,6), Japan (23./28,8) und den USA (24./28,5).

Beim mobilen Breitband sieht es anders aus. Da kommt Deutschland mit 44,7 Prozent gerade einmal auf Platz 44. Bei den acht Spitzenreitern - von Singapur, Finnland und Japan bis Dänemark und Korea - gibt es mehr mobile Breitbandanschlüsse als Einwohner. Singapur kommt sogar auf einen Wert von 135,1 Prozent. In den USA sind es 92,8 Prozent, in Österreich 62,8 Prozent. Selbst Russland (60,1 Prozent), Kasachstan (56,6 Prozent) und die Fidschi-Inseln (53,5 Prozent) liegen noch deutlich vor Deutschland.