Frankfurt/Main (dpa). Der Tarifstreit ist zu Ende. Die Lokführergewerkschaft GDL und Deutsche Bahn (DB) haben die Weichen für einen neuen Vertrag mit 2,0 Prozent mehr Geld für die 20 000 DB-Lokführer gestellt. Bei einem Durchschnittsverdienst von 2700 Euro brutto im Monat kommen nun rund 50 Euro obendrauf. Streiks im Netz des bundeseigenen Konzerns sind damit mindestens bis Sommer nächsten Jahres abgewendet.

Das neue Tarifpaket umfasst laut Gewerkschaft erstmals auch einen Kündigungsschutz und Verbesserungen bei einigen Zulagen. Zudem erhalten Lokführer, die einen Selbstmord auf den Schienen miterleben mussten und danach wegen eines Traumas nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können, einen dauerhaften Job und Einkommenssicherung.

Ein Ergebnis für die übrigen rund 6000 Lokführer bei der DB-Konkurrenz fehlt hingegen noch. Die Verhandlungen bei den großen Wettbewerbern sind mit Ausnahme von Keolis (Eurobahn) festgefahren. Bis heute früh 2 Uhr wird deshalb weiter gestreikt. Die GDL will, dass das hohe Niveau des Rahmentarifvertrages, der mit der DB ausgehandelt wurde und zentrale Beschäftigungsstandards wie Bezahlung, vier wichtige Zulagen und die wöchentliche Arbeitszeit festlegt, auch für alle DB-Wettbewerber gilt.