Magdeburg. Die Sparda-Bank Berlin hat ihre Stellung als mitgliederstärkste Genossenschaftsbank in Deutschland ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2010 ist die Zahl der Mitglieder von rund 478 000 auf 489 000 gestiegen. Die Bank habe in den neuen Bundesländern 30 000 Neukunden gewonnen, davon 4000 in Sachsen-Anhalt, informierte gestern Henrik Gens, Vertriebsleiter Sachsen-Anhalt. "Wir haben Mitarbeiter, die sich sehr mit dem Unternehmen identifizieren, das macht den Erfolg aus", betonte Gens beim Pressegespräch in Magdeburg.

Die Bestätigung gab es auch wiederum beim Kundenmonitor Deutschland. Das 18. Mal in Folge belegten die Sparda-Banken Platz eins bei der Kundenzufriedenheit und beim Preis-Leistungsverhältnis. "Zwei Drittel der Neukunden kommen nach Empfehlungen von Freunden, Verwandten oder Nachbarn zu uns", sagte Gens.

Die Sparda-Bank Berlin hat 2010 deutlich mehr Kundenkredite vergeben. Die Forderungen an Kunden stiegen von 1,21 Milliarden Euro um 5,3 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro.

Mit 23,7 Millionen Euro (Vorjahr: 20,6 Millionen Euro) wurde der höchste Provisionsüberschuss in der Geschichte der Bank erzielt. Das Ergebnis vor Steuern lag bei 10,4 Millionen Euro nach 14,8 Millionen Euro im Jahr zuvor. Die Kundeneinlagen sind stabil, sie summieren sich auf 5 Milliarden Euro, die Bilanzsumme der Bank liegt bei 5,35 Milliarden Euro. Der Vorstand werde der Vertreterversammlung auch für 2010 eine Dividende von sechs Prozent auf die Mitgliederanteile vorschlagen, informierte Gens.

In Sachsen-Anhalt beläuft sich das Geschäftsvolumen der Sparda-Bank mit 12 Filialen und 78 Mitarbeitern auf 1,15 Milliarden Euro. Stark im Geschäft ist Sparda bei der Baufinanzierung – im vergangenen Jahr wurden im Bundesland Baufinanzierungen im Wert von 30 Millionen Euro zugesagt. Dabei werde nicht nur in Neubauten, sondern auch in die Renovierung, Gebäudesanierung und Solarenergie investiert, so Gens.

Außerdem hat die Sparda-Bank als Vertriebspartner der Bausparkasse Schwäbisch Hall in Sachsen-Anhalt 80 Millionen Euro Bausparsumme vermittelt. Für gemeinnützige Projekte und Initiativen hat die Bank in Sachsen-Anhalt gut 900 000 Euro ausgegeben.

Verabschiedet hat sich die Genossenschaftsbank von der Kfz-Finanzierung. "Alle Bereiche unterliegen der Effizienzkontrolle", erläuterte Gens. Die Kfz-Finanzierung habe sich im Zuge von Abwrackprämie und Null-Prozent-Finanzierung nicht mehr gerechnet.