Welche Zukunft hat die Burger Schwimmhalle? Wie und auf welche Weise soll investiert werden? Diese Fragen will der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates zur Diskussion stellen. Auch die Wünsche der Einwohner sollen mit einbezogen werden, betonte der Vorsitzende Clemens Engel (CDU).

Burg l Zahlreiche Volksstimme-Leser meldeten sich in den vergangenen Tagen mit Ideen, Vorschlägen und einem klaren Tenor zu Wort: Die Einrichtung muss in jedem Fall erhalten bleiben. Dennoch gibt es hinsichtlich möglicher Investitionen auch unterschiedliche Auffassungen.

Reiner Augustiniak aus Schermen erinnerte daran, dass Burg seit Jahrzehnten über kein Freibad mehr verfügt und ein Außenbecken die Attraktivität steigern würde - in Verbindung mit einem ansprechenden Saunabereich. Dann wären auch ein, zwei Euro höhere Eintrittsgelder kein Thema. Zur Refinanzierung sollte das Dach beispielsweise für eine Solaranlage genutzt oder vermietet werden.

Ähnlich sieht das Thorsten Müller aus der Kreisstadt. Nur mit einem Mix aus Wellness- und Sportangeboten könne die Schwimmhalle mehr Besucher anlocken, die auch dafür mehr Geld bezahlen würden. "Ein breiteres Saunaangebot und Außenbecken für die Sommermonate wären sicher im Interesse vieler Burger, die heute woanders hinfahren."

Das meint auch Erika Schwietzer aus Burg. Die Bürgerin fährt mit ihrem Mann beispielsweise alle zwei Wochen nach Bad Wilsnack (Brandenburg) in das dortige Schwimmbad mit Therme, um erholsame Stunden zu finden. Einige Nummern kleiner könnte auch Burg mit solch einem Konzept punkten und vor allem Besucher anziehen. "Das vermissen sehr viele. Dann wären auch höhere Preise akzeptabel, weil Fahrtwege wegfallen", sagte Erika Schwietzer.

Diese Einschätzung kann Simone Hoffmann allerdings nicht teilen. Ihrer Meinung nach sollte das Augenmerk darauf gelegt werden, dass die Schwimmhalle "auch in den nächsten Jahren funktionstüchtig mit separaten Preisen zur Verfügung steht," schreibt sie. Für ein Außenbecken gebe es das Spaßbad in Magdeburg und das Solebad in Schönebeck, so die Ihlestädterin.

So sieht das auch Familie Wiedenbein aus Möckern. Per Mail heißt es: "Von uns ein klares Nein zum Ausbau der Schwimmhalle in Burg. Die Kosten lassen sich nicht refinanzieren und höhere Eintrittsgelder würden nicht bezahlt werden. Bei einer Erhöhung der Kosten ist sicher mit einer Reduzierung der Besucherzahlen zu rechnen. Wir sind regelmäßige Besucher der Schwimmhalle und auch der Sauna. Die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sollten für die Erhaltung eines guten Grundzustandes genutzt werden."

Annegret Marlofski aus Burg weist dagegen darauf hin, dass in den vergangenen zehn Jahren schon mehrmals über die Schwimmhalle und deren Ausbau diskutiert wurde. "Passiert ist leider nur das Nötigste. Auf jeden Fall würde ein Außenbecken im Interesse vieler Burger sein. Denn dass Burg im Gegensatz zu kleineren Städten über kein Freiband verfügt, ist schon traurig. Die Stadt sollte deshalb für Investitionen Geld bereitstellen, denn andere Städte machen es vor. Außerdem liegt Wellness im Trend der Zeit."

Auch ein weiterer Leser mit der Mailadresse mangosa würde eine Investition in die Burger Schwimmhalle begrüßen. Wenn beispielsweise eine kleine Saunalandschaft mit verschiedenen Saunen errichtet werden würde, wäre dies eine gute Aufwertung. Das Geld, welches für die "Abschaffung der Flora und die sinnlose Umgestaltung des jetzt sehr schönen Bahnhofsvorplatzes" eingeplant sei, sollte für die Sanierung und Aufwertung der Schwimmhalle verwendet werden.

Auch T. Krüger schreibt per Mail, dass viele Burger und Einwohner aus der Umgebung regelmäßig nach Magdeburg oder Schönebeck fahren. "Die würden das Geld auch in Burg ausgeben, wenn vernünftige Angebote vorhanden wären." Dazu zähle auch ein Imbissangebot.

Zur Wort meldeten sich übrigens auch zahlreiche Leser, die nicht namentlich genannt werden wollten. Die große Mehrzahl sprach sich dafür aus, dass die Stadt in die Halle investieren sollte.