Nach der Trennung vom Betriebsführer Oewa arbeitet der Wasserverband Burg mit seinen 27 Mitarbeitern seit Jahresbeginn wieder eigenständig. Der Blick ist nun auf die Kooperation mit dem Trink- und Abwasserverband (TAV) Genthin gerichtet.

Burg l Die Umstellung verlaufe ohne Probleme, sagte Geschäftsführer und Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) auf der ersten Verbandsversammlung im neuen Jahr. "Wir haben uns wacker geschlagen. Alle Mitarbeiter wurden übernommen, sie ziehen voll mit", betonte er. Zudem seien in den ersten Wochen zahlreiche organisatorische Änderungen vorgenommen worden. Dass die eigentliche Arbeit dabei nicht auf der Strecke geblieben sei, beweise auch die Tatsache, dass zwischenzeitlich die Jahresverbrauchsabrechnungen - immerhin 7622 Briefe - verschickt worden seien.

Bei der künftigen Arbeit des Verbandes wird in den kommenden Jahren auf eine Kooperationen mit dem TAV gesetzt. Sowohl die Burger als auch die Genthiner Verbandsversammlung haben in den vergangenen Tagen der Vereinbarung zugestimmt. Sie sieht eine Zusammenarbeit in den Bereichen Liegenschaften, im kaufmännischen Sektor, bei der Vollstreckung sowie Vergabe und Beschaffung vor. Das unterstrich auch der Vorsitzende der Verbandsversammlung des TAV, Lutz Nitz, gegenüber der Volksstimme: "Diese Kooperation ermöglicht, vergleichbare Zahlen zu erreichen. Davon profitieren beide Verbände."

Klar ist bereits, dass der TAV den Jahresabschluss und Wirtschaftsplan für den Burger Verband erstellt.

Beide Verbände bleiben erst einmal eigenständig. Deshalb wird auch am 24. Februar ein neuer Geschäftsführer für Burg gewählt. Laut Rehbaum gibt es mehrere Bewerber.

Juristisch ist die Trennung vom Betriebsführer Oewa indes noch nicht ausgestanden. Laut Informationen der Volksstimme werden Forderungen nach Abschlagszahlung, Betriebsführungsentgelt bzw. Aufschlag für Fremdleistungen noch vor Gericht ausgetragen.