Damit die Burger Heide ein Biotop der Güteklasse A bleiben kann, müssen wildwachsende Kiefern und Traubenkirschen weichen. Soldaten der Bundeswehr unterstützten beim Entfernen der Gehölze den Bundesforst.

Burg l Spaten rein in die Erde und raus mit den Wurzeln. 60 Soldaten der Burger Clausewitz-Kaserne und vier Mitarbeiter des Bundesforstbetriebs Nördliches Sachsen-Anhalt nutzen den weltweiten Umwelttag für die Pflege der Burger Heide. Kiefern und Traubenkirschen müssen weichen, damit die Landschaft ihren Heidecharakter behalten kann.

"Wir wollen dazu beitragen, die Burger Heide zu erhalten", sagt Oberstleutnant Karl Wilhelm Wenz, der die Truppe am Umwelttag bei ihrem "Heideeinsatz" besucht. Die Soldaten der Bundeswehr nutzen das Gelände für ihre Fahrübungen und die Grundausbildung, erklärt der Oberstleutnant.

"Ohne menschliches Eingreifen würde gerade die Traubenkirche alles überwuchern", erklärt Revierförster Christian Block.

Traubenkirsche verdrängt heimische Pflanzen

Die Baumart ist aus Amerika mitgebracht worden und vor gut zweihundert Jahren für die Nutzholzgewinnung angepflanzt worden. In Deutschland wachsen die Traubenkirschen aber nicht so hoch, dass Nutzholz daraus gewonnen werden kann.

"Die Art verbreitet sich sehr stark und würde auch einheimische Bäume verdrängen, wenn wir nichts machen würden", erklärt der Förster. Nur die Bäume abzusägen, reiche da nicht aus. "Wenn nicht alle Wurzeln entfernt werden, schlägt der Baum an anderer Stelle neu aus. Auch die kleinen Traubenkirschen müssen einzeln ausgegraben werden.

So beteiligt sich die Bundeswehr an der Pflege der 60 Hektar großen Fläche jedes Jahr zum Umwelttag.

Die Soldaten bieten die nötige Manpower, die wir für die Pflege der Heide brauchen", sagt Christian Block. "Der Erhalt der Heide ist schon ein enormer Aufwand", sagt der 30-Jährige. Während seine Mitarbeiter mit Kettensägen die großen Bäume fällen, räumen die Soldaten das Geäst zusammen. Regina Scheff, Alexander Hannig, Robert Peter und Martin Mazanec sind vier der 60 Soldaten. Sie machten kurzen Prozess mit den abgesägten Kiefern. "Ganz schön anstrengend", sagen die Soldaten. Kaum ist ein Haufen Gehölz gestapelt, kommt ein Wagen und transportiert die ungewünschten Bäume ab.

"Wir zerkleinern alles im Anschluss und verarbeiten es zu Energieholz, das verkauft wird", erklärt der Förster.

Nicht nur Bäume und Sträucher müssen weichen. Die Soldaten beseitigen auch den Müll, der "hier gern mal abgeladen wird", sagt Oberstabsfeldwebel Holger Gorges.

 

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