Burg l Während in Brasilien der Pokal lockt, wird in Burg zum dritten Mal eine eigene WM auf die Beine gestellt. "Bei dem Turnier werden zehn Mannschaften mit Teilnehmern im Alter zwischen 16 und 23 Jahren gegeneinander antreten", sagt Wadim Budewitz, Organisator und Streetworker. Das Besondere daran: Jugendliche aus bildungsfernen Schichten, Migranten und junge Menschen, die im vergangenen Jahr vom Hochwasser geschädigt wurden, sollen mit dabei sein. Alexander Mittendorf, Mitarbeiter der Netzwerkstelle Schulsozialarbeit, sieht das Turnier als gute Möglichkeit, den Teilnehmern den direkten Kontakt zu Schulsozialarbeitern zu ermöglichen. Er ist zum zweiten Mal Organisator. Anton Gujo, Integrationsbeauftragter des Landkreises und Projektpate, freut sich, dass bei dem Projekt Migranten eine Zielgruppe bilden.

Weil es im vergangenen Jahr nur Jungsmannschaften gegeben hat, werden gezielt Mädchen angesprochen. "Eine gemischte Mannschaft habe ich schon", freut sich Streetworker Butewitz.

60 Prozent der Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr konnten in verschiedene Vereine integriert werden, bestätigt Wadim Butewitz. Ein positives Ergebnis, das auch Christoph Grothe von der externen Koordinierungsstelle des Lokalen Aktionsplans Jerichower Land (LAP) überzeugt: "Das Projekt wird zum zweiten Mal mit den Mitteln des Bundesprogramms "Toleranz fördern - Kompetenz stärken" gefördert. 2600 Euro Fördermittel stehen zur Verfügung. Im nächsten Jahr müsse das Projekt ohne LAP-Mittel auskommen, da die Förderung auf zwei Jahre begrenzt ist.

Diesmal sollen sich die Jugendlichen vorher mit dem Thema Demokratie kreativ beschäftigen. Auf dem Sportplatz werden die Bastelarbeiten der Mannschaften ausgestellt. "Die Kunstwerke sollen nach dem Turnier noch ausgestellt werden", erklärte Grothe.