Die Urlaubszeit hält die Möckeraner und Bürger der Region nicht davon ab, freiwillig ihr Blut zu spenden. Das bestätigte sich wieder am Mittwochnachmittag beim Blutspendetermin des Deutschen Roten Kreuzes im Foyer der Stadthalle Möckern.

Möckern l Vier Mal im Jahr ist der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Kreisverband Jerichower Land, zu Gast in Möckern. "Es kommen jeweils zwischen 50 bis 70 Blutspender. Aber es könnten ruhig noch mehr sein", erklärt die Verantwortliche des DRK Jerichower Land, Cornelia Lieder. Am Mittwoch waren es allein in der ersten Stunde 24 Blutspender. "Das ist ein guter Schnitt", bestätigt Dr. med. Hannelore Wienmeister.

Bei den Spendern halten sich Männer und Frauen die Waage, so Cornelia Lieder. Blut spenden kann jeder ab 18 Jahre. Cornelia Lieder: "Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze. Man kann Blut spenden, solange man fit und nicht krank ist." In Möckern waren die ältesten Blutspender über 70 Jahre alt. Ganz aktiv seien die mittleren und älteren Jahrgänge. Aber, so Cornelia Lieder, es könnten schon ein paar mehr jüngere Leute kommen.

Zu den "Stammgästen" beim Blutspenden gehören Iris Sasse aus Lüttgenziatz und Grit Friese aus Möckern. Bereits zum 52. Mal spendete Iris Sasse am Mittwoch ihr Blut. Zum 33. Mal war Grit Friese dabei.

Ohne ehrenamtliche Helfer kommt solch ein Blutspendetermin nicht aus. Zu ihnen gehören auch Marianne Germer und Ida Kuhle. Die 81-jährige Ida Kuhle hilft seit der Wende bei der Imbisszubereitung. "Und das soll noch lange so bleiben", verspricht die Seniorin. Ihr zur Seite steht die 73-jährige Marianne Germer. Sie ist seit 1999 dabei. Vorher war sie zehn Jahre in Pabsdorf als Schwester im Altenheim tätig. Cornelia Lieder: "Auf unser Küchenpersonal ist immer Verlass."

Die Blutspende findet seit rund einem Jahr im Foyer der Stadthalle statt. Dazu schaffte die Verwaltung der Stadt Möckern die entsprechenden Voraussetzungen. Vorher stand dafür die Praxis von Dr. Rudolph zur Verfügung. Und auch heute noch steht die Verwaltung mit Rat und Tat zur Verfügung, sollte das DRK irgendwelche Sorgen und Nöte haben. "Wir helfen gerne", so Bürgermeister Frank von Holly.

Blutspenden ist für jeden Freiwilligen einfach

Der Ablauf eines Blutspendevorganges ist einfach. "Davor braucht auch niemand Angst zu haben", beruhigt Cornelia Lieder eventuell Neugierige, die beim nächsten Blutspendetermin im Foyer der Möckeraner Stadthalle doch mal vorbei schauen wollen.

Cornelia Lieder: "Man geht zunächst zur Aufnahme und füllt dann einen Fragebogen aus." Anschließend werden der Blutfarbstoff und die Temperatur gemessen. Darauf folgt eine kurze ärztliche Untersuchung, die beim jüngsten Termin von Dr. med. Hannelore Wienmeister vorgenommen wurde. An der nächsten Station, die übrigens alle gut sichtbar ausgeschildert sind, stehen ein vertraulicher Selbstausschluss und die Materialausgabe an. Dann geht es weiter in den Spendenbereich und es wird das Blut abgenommen. Zum Abschluss können sich alle Blutspender bei einem Imbiss stärken, der von den ehrenamtlichen Helferinnen vorbereitet wird.

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