Der Leitzkauer Töpfermarkt feiert Jubiläum: zum 20. Mal findet er dieses Jahr am 13. und 14. September statt. Was neu ist, was speziell und was sich bewährt hat, fragte die Volksstimme Organisator Detlef Leps.

Volksstimme: 20 Jahre Töpfermarkt Leitzkau - das ist einen stolze Leistung. Vor allem, wenn man bedenkt, dass der Markt immer gut besucht ist.

Detlef Leps: Es ist nicht einfach, eine Veranstaltung so lange attraktiv zu halten, dass noch Leute kommen. Ich glaube, es ist das Zusammenspiel zwischen guter Auswahl von Keramikern und das gute Rahmenprogramm, das der Verein in jedem Jahr auf die Beine stellt und natürlich das Ambiente des geschlossenen Schlosshofes. Das alles zusammen strahlt nach außen.

Volksstimme: Auch dieses Mal haben Sie mit 34 Keramikern die höchst mögliche Standzahl besetzt. Alles neue oder alte Teilnehmer?

Eine gute Mischung. Ich und Marianne Freyer sind bei allen 20 Märkten dabei gewesen, alle anderen haben mal ausgesetzt. Im Vorjahr hatten wir sehr viele Neulinge dabei, das haben wir in diesem Jahr etwas umgedreht, einfach weil es ein Jubiläum ist. Viele bekannte Keramiker werden also dabei sein. Als Neuling wird einzig Marita Helbig aus Leipzig dabei sein. In der Jurysitzung im Februar wählten wir sie aus den Bewerbern aus, weil sie Sachen macht, die wir so noch nicht hatten.

Volksstimme: Zum 20. Jubiläum wird es doch bestimmt auch etwas geben, das es sonst nicht gab?

Eines unserer Specials ist eine gemeinsame Plastik, die während des Marktes entstehen soll. Sonst gab es einen Wettbewerb unter den Keramikern, aber da brachte jeder eine fertige Keramik mit. Dieses Mal sollten auch wieder alle beteiligt sein, aber auch das Publikum sollte dabei sein können. So wird etwa alle halbe Stunde ein Keramiker etwas drehen. Die entstandenen Teile werden dann vor Ort zusammengesetzt. So kann das Publikum es wachsen sehen bzw. die Möglichkeiten sehen, was man zusammen als Keramiker machen kann. Es soll eine sehr große Figur entstehen - was es wird, ist aber noch nicht entschieden. Während des Marktes wird damit immer etwas passieren und für jeden zu sehen sein, dass etwas wächst.

Volksstimme: Sind weitere Aktionen geplant?

Wir haben eine Gutscheinaktion für Geburtstagskinder. Wer seinen Geburtstag an diesem Tag nachweisen kann, der erhält einen 10 Euro Gutschein, der an jedem Stand des Marktes einlösbar ist. Pro Tag haben wir 10 Gutscheine, die wir für diese Aktion rausgeben. Außerdem haben wir noch eine Sonderausstellung. "Anagama" lautet der Titel. Gezeigt wird Keramik aus dem Holzbrand von Kathrin Najorka im Kemenatensaal des Schloßes Hobeck. Es sind Arbeiten aus einer ganz besonderen Technik, die gezeigt werden. Den Ofen, mit dem diese Arbeiten gebrannt werden, gibt es nur etwa zehn mal in Deutschland. Die Keramikerin selbst wird auch auf dem Markt einen Stand haben. Sie wird extra nur an diesen zwei Tagen diese Ausstellung dort machen.

Volksstimme: Neben Keramiken gibt es immer noch vieles andere zu sehen.

Ja, auch in diesem Jahr haben wir altes Handwerk zu Gast. Ein Schmied, ein Filzer, eine Spinnerin und auch ein Korbmacher werden nicht nur ihre Sachen anbieten, sondern auch vor Ort produzieren. Alle Neugierigen sind zum Zuschauen natürlich eingeladen.

Volksstimme: Worauf freuen Sie sich außerdem?

Ich freue mich, dass der neue Landrat Steffen Burchhardt zugestimmt hat, als Schirmherr den Markt zu eröffnen. Ich freue mich auf den leckeren Kuchen, den die Damen des Vereines immer selbst backen. Und ich freue mich auf einen tollen Jubiläumsmarkt.

Volksstimme: Worauf hoffen Sie?

Ich hoffe auf gutes Wetter. Sonst wird es vor allem mit der großen Töpferfigur schwierig werden. Und ich hoffe auf etwa 5000 Besucher. Das wäre wirklich eine tolle Zahl für so ein Jubiläum.

   

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