Auch für die Kleingärtner neigt sich das Erntejahr dem Ende entgegen. Eine gute Gelegenheit, um zu zeigen, was in den vergangenen Wochen und Monaten in den Parzellen des Kreisverbandes der Gartenfreunde Burg prächtig herangewachsen ist.

Burg l "Ja, es war insgesamt ein gutes Gartenjahr. Die Ernte hat sich vielerorts gelohnt", resümierte Verbandspräsidentin Jutta Sohl. Ein Bild davon konnten sich die Besucher am Sonnabend beim mittlerweile zweiten Erntedankfest auf dem Magdalenenplatz machen, das die emsigen Hobbygärtner aus der Region Burg ausrichteten. Und: Obwohl es zeitweise Strippen regnete, kamen trotzdem zahlreiche Besucher. Der Grund war sonnenklar: "Was es heute hier gibt, ist garantiert frisch, vielfältig und so gesund", begründete Ewald Meeritz aus der Kreisstadt, den die dunklen Wolken nichts ausmachten. Er freute sich beispielsweise über die breite Auswahl an Äpfeln oder Kartoffeln. Bei Letzteren waren es immerhin über 50 verschiedene Sorten. "Außerdem kann man für einen kleinen Obolus eine ganze Menge mitnehmen und sich mit den Gärtnern austauschen."

Auch Jürgen Pierau aus Burg nutzte die Gunst der Stunde, um fachmännischen Rat einzuholen. Bei Edgar Tange, dem ehemaligen Chef des Verbandes, war er an der richtigen Stelle. Der Rentner, der seit 1963 einen Kleingarten bewirtschaftet, ist ein Experte auf dem Gebiet der Obstsortenbestimmung. Bei den Äpfeln beispielsweise schwört er auf die alten Sorten, die zu DDR-Zeiten weit verbreitet waren. "Da kenne ich mich am besten aus. Sie schmecken mir besonders gut."

Aber auch andere gärtnerische Produkte, von Kürbissen über Mohrrüben bis Zucchini und Kräuter, konnten erstanden und ob ihres Ausmaßes durchaus bewundert werden. "Denn der Schrebergarten bietet Erholung und Nutzen gleichermaßen", sagte Jutta Sohl. Und obendrein ist ein liebevoll dekoriertes Erntedankfest auch eine gute Gelegenheit, darauf aufmerksam zu machen, dass Garten-Interessierte jederzeit willkommen sind und auch unterstützt werden.

Zum Kreisverband gehören derzeit 1860 Mitglieder in 50 Vereinen - in Burg, Biederitz, Heyrothsberge, Möckern, Gommern und Güsen. Der Leerstand an Parzellen liegt derzeit bei elf Prozent.

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