Lübs l Sieben Punkte umfasst die 4. Fortschreibung des Haushaltskonsolidierungskonzeptes der Stadt Gommern. Dazu gehört der Abschluss eines Wärmeliefervertrages mit einer Lübser Firma für die Kita "Die kleinen Strolche". Statt mit der teuren Nachtspeicheranlage soll die Einrichtung künftig mit Fernwärme geheizt werden. Mit Einsparungen in Höhe von 4700 Euro rechnet die Stadt im kommenden Jahr. Es habe ein "sehr guter Vertrag" ausgehandelt werden können, sagte Ortsbürgermeister Burkhard Rehse (Lübser Bürgervertretung). Wenn die Wärmeversorgung der Kita gut funktioniere, sei vorstellbar, das Gerätehaus und die Tischtennishalle ebenfalls anzuschließen. Für den Notfall bleiben zwei Nachtspeicheröfen in der Kita erhalten.

Das Haushaltskonsolidierungskonzept sieht zudem die Umrüstung auf eine energieeffiziente Straßenbeleuchtung vor. Für Lübs komme nur die Umstellung auf LED in Frage, informierte Burkhard Rehse. Für einen erfolgreichen Einsatz der Dimmtechnik reicht die Qualität des Kabelnetzes nicht aus.

Karin Georgi aus der städtischen Finanzverwaltung stellte den Ortschaftsratsmitgliedern sowohl die Eckpunkte der Haushaltssatzung (Volksstimme berichtete am 10. Dezember) als auch den Lübser Teilhaushalt vor.

An Ortschaftsratsmitteln stehen 2015 rund 1800 Euro zur Verfügung. Pro Einwohner werden fünf Euro gezahlt. Bei den Kommunalen Wohnungen sind unter anderem die Fassadenausbesserung am alten Schulgebäude und die Umsetzung des Tores vorgesehen. Das Gerätehaus erhält ein zweites Rolltor. Bereits jetzt wird ein zweiter Stellplatz hergerichtet. Dafür konnten kurzfristig rund 22 000 Euro zur Verfügung gestellt werden.

Angemeldet sind auch Mittel für neue Möbel im Büro des Ortsbürgermeisters. Die Ratsmitglieder diskutierten, ob die Ausgabe tatsächlich notwendig ist. "So oft sitzen wir hier nicht drin." Die Sitzungen könnten beispielsweise ins Feuerwehrgerätehaus verlegt werden.

Dass Lübs im nächsten Jahr eine Spielkombination für den Spielplatz in Höhe von 6000 Euro erhalten soll, darüber herrschte Freude. Dagegen ist der Lückenschluss des Weges zwischen Lübs und Leitzkau nicht vor 2016 geplant und die Trauerhalle ist derzeit ins Jahr 2018 gerückt.

Wie Karin Georgi mehrfach hinwies, sind Investitionen immer auch von Fördermitteln abhängig. Können diese in Anspruch genommen werden, kann ein Vorhaben vielleicht früher als geplant realisiert werden.