Vom Programm der Kindergartenkinder, über das Märchenspiel der Erwachsenen bis zum Besuch des Weihnachtsmannes hatte die 5. Lübser Weihnacht alles zu bieten, was sich Besucher an einem Adventssonntag wünschen.

Lübs l Unter dem Dach der Festscheune waren die Lübser und ihre Gäste zusammengerückt. Die große Pyramide drehte sich und bei warmen Getränken und frisch gebackenen Waffeln bot sich die Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, die Geselligkeit zu genießen.

Rechtzeitiges Kommen war Voraussetzung, um noch einen Platz im Festzelt vor der Bühne zu bekommen. Die Kindertagesstätte "Die kleinen Strolche" gestaltete ein kurzweiliges Programm mit Liedern, Versen und Tänzen. Die "drei Männer aus dem Pfefferkuchenland" gefielen dem Publikum so gut, dass die Jungen und Mädchen eine Zugabe boten. Symbolisch trugen die Schlaufüchse das Licht "in Winters dunkle Räume" und zeigten dazu eine hübsche Choreografie. Sie sangen von der Weihnachtsbäckerei und dem Tannenbaum. Die Zuschauer spendeten den Kindern herzlichen Beifall.

"Also, Zwerge habe ich mir immer kleiner vorgestellt."

Rasch schlüpften die Jungen und Mädchen von der Akteurs- in die Zuschauerrolle, denn die Umbaupause, in der sich die Bühne in Schloss der bösen Königin und das Land "hinter den sieben Bergen" verwandelte, dauerte nicht lange.

"Spieglein, Spieglein an der Wand. Wer ist die Schönste im ganzen Land?", fragte die Stiefmutter und zitierte den Jäger zu sich, als der Spiegel ihr antwortete, "doch Schneewittchen ist tausendmal schöner als ihr".

Die Königstochter, wie von ihrer Stiefmutter verlangt, zu töten, brachte der Jäger nicht übers Herz. Schneewittchen ging tiefer und tiefer in den Wald, bis sie zum Haus der sieben Zwerge kam. Die beratschlagten, ob sie eine Frau in ihrer Mitte aufnehmen sollten. Sie zählten auf: Waschen, Bügeln, Nähen, Schuhe putzen. Tatsächlich? Schneewittchen riss gleich das Kommando an sich: "Dann gehen wir mal was Essen", hob ihren Becher und rief "Prost! Auf eine schöne Zeit".

Wäre da nicht die böse Königin, die über ihren Spiegel erfuhr, dass ihre Stieftochter noch am Leben ist ...

Mit detaillierter Requisite, schicken Kostümen und witzigen Dialogen wussten die Laiendarsteller ihr kleines wie großes Publikum zu fesseln. Als Schneewittchen beim Anblick der (großen) Männer und Frauen, die in die Rollen der sieben Zwerge geschlüpft waren, feststellte "Also, Zwerge habe ich mir immer kleiner vorgestellt", lautete die Antwort nur "Böses Vorurteil".

Mit der Lübser Weihnacht verabschieden die Vereine gemeinsam mit der "Sportlerklause" traditionell das zurückliegende, ereignisreiche Jahr. Dabei verkürzten die Kita-Kinder und das Ensemble des Heimatvereins Liubatici Lübs das Warten auf den Weihnachtsmann. Den kleinen und großen Zuschauern wollten die Vereinsmitglieder zeigen, dass Märchen nicht nur schaurig, sondern auch lustig sein können. Publikum und Darsteller hatten gemeinsam ihre Freude an "Schneewittchen und die sieben Zwerge".

"Prost! Auf eine schöne Zeit."

Mangels Schnee reiste der Weihnachtsmann in Lübs nicht mit seinem Schlittern, sondern per Traktor an. Drei große Säcke voller Geschenke hatte er zu verteilen, bis an alle Kinder gedacht war.

Auch die Eltern brauchten nicht mit leeren Taschen nach Hause gehen. Sie konnten Selbstgebasteltes der Vereine erwerben. Seit Wochen wurde schon geschnitten, gefädelt, genäht und gebacken, denn zur Lübser Tradition gehört die Versteigerung eines Lebkuchenhauses, welches im Anschluss den Kindern der Kita zum Vernaschen geschenkt wurde.

"Eine nette Geste und ein gelungenes Fest", sind sich alle Akteure einig.

Der Heimatverein ist schon am 6. Januar wieder aktiv. Dann geht es zur Winterwanderung, denn der Weihnachtsspeck lässt sich gemeinsam am besten bekämpfen.

   

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