Burg l Die Verkehrswacht Jerichower Land wird in Kürze ohne den Verkehrssicherheitsberater Siegfried Weiß auskommen müssen. Er scheidet aus Altersgründen aus dem Polizeidienst aus. Die Aufgaben, so Siegfried Weiß, werden wahrscheinlich auf die Regionalbereichsbeamten übertragen. "Es war ein Posten der kurzen Wege. In den zurückliegenden 24 Jahren ist unsere Zusammenarbeit immer mehr gewachsen. Ich habe immer Unterstützung erhalten", sagte der Polizeibeamte auf der Jahreshauptversammlung der Verkehrswacht. Gerhard Ritz, stellvertretender Vorsitzender der Verkehrswacht, bedauerte das Ausscheiden und verband damit den Wunsch, dass auch künftig an die gute Zusammenarbeit mit dem Polizeirevier angeknüpft werden kann.

Auch für 2015 hält der Arbeitsplan der Verkehrswacht viele Aufgaben bereit. Diese reichen von der Verkehrserziehung für Kinder im Vorschulalter, in den Schulen und Bildungseinrichtungen, der Nutzung des Verkehrserziehungszentrums, der betrieblichen Verkehrssicherheit, der Durchführung von Bundesprojekten und der Schulwegsicherheit bis hin zu Verkehrssicherheitsaktionen. Zum Einsatz soll wieder das mobile Geschwindigkeitsmessgerät kommen. "Die Verkehrswacht Jerichower Land wird auch wieder in der Sperr- und Unfallkommission des Landkreises mitarbeiten", erklärte Ritz. Auch stetige Mitarbeiterschulungen strebt die Verkehrswacht an.

In diesem Jahr wird die Burger Verkehrswacht wahrscheinlich mit weit weniger Bufdis (Bundesfreiwilligendienst) auskommen müssen als eigentlich benötigt werden. Gerhard Ritz: "Im vergangenen Jahr konnten wir mit zwölf Bufdis arbeiten. Für 2015 sind nur noch drei angedacht."

Am 4. März wird der Vorstand der Verkehrswacht in einer Pressekonferenz den Startschuss für die Arbeit der Verkehrswacht für das Jahr 2015 geben. Dabei sollen die Bundesprojekte vorgestellt werden. Am 20. Juni wird der Verkehrssicherheitstag bundesweit, und damit auch im Jerichower Land, zum zehnten Mal durchgeführt. Mit einem Sicherheitstraining für Behinderte möchte die Verkehrswacht in diesem Jahr neue Wege gehen. "Wir wollen dieses als Pilotprojekt der Landesverkehrswacht anbieten", erklärte Fahrtrainer Dr. Hans-Ulrich Franke. Und er warf auch schon mal einen Blick in das kommende Jahr. "Im Jahr 2016 blicken wir auf 60 Jahre kostenlosen Lichttest zurück."