Nedlitz l Zum letzten Mal für diese Meisterschaft wurden am vergangenen Wochenende in Nedlitz die Karten verteilt. "Wir veranstalten die Turniere immer zum Anfang des Jahres, weil später die Nedlitzer in ihren Gärten sind", erklärt Dieter Dzinbeck. Gemeinsam mit Dirk Kabelitz hat er die Organisation übernommen. 47 Männer und eine Frau spielten im Saal beim Skat um Punkte. In der Gaststätte saßen die Frauen zusammen und trugen die 9. Rommé-Meisterschaft aus. Während beim Rommé nur an einem Tag gespielt wird, tragen die Skatspieler insgesamt fünf Turniere aus. Davon gehen die vier besten in die Wertung ein. Oder die Teilnehmer haben die Möglichkeit, mal an einem Nachmittag zu fehlen.

Wie es beim Skat üblich ist, bekommt jeder Teilnehmer einen Preis. Für den Letztplatzierten wurde extra auch eine Urkunde angefertigt: "Zwar der letzte Platz, aber zur berechtigten Hoffnung besteht Anlass". Das macht bestimmt Mut, bei den 18. Meisterschaften Anfang 2016 wieder dabei zu sein. Einige Spieler haben seit Mitte der 1990er Jahre noch keine Meisterschaft versäumt. Wenige Frauen mischen bei den Skat-Meisterschaften mit. Carola Althaus war am häufigsten dabei.

Den ebenfalls mit einer Urkunde ausgezeichneten "allerbesten Platz" errungen Gaby und Peter Frankenfeld, die Wirtsleute, bei denen sich die Spieler bestens aufgehoben fühlen. "So eine Gaststätte mit dem ganzen drum herum ist ganz wichtig", betonte Dirk Kabelitz.

"Gewinnen ist nicht die Hauptsache. In Nedlitz stimmt einfach die Atmosphäre", setzte Dieter Dzinbeck hinzu. Einen Eindruck, den Bürgermeister Jens Hünerbein bestätigen konnte. Der Stadtchef spielte am Nachmittag ein paar Runden mit, war mit seiner Punkte-Ausbeute durchaus zufrieden und lobte die ruhige Atmosphäre unter den Teilnehmern, wo keiner den anderen den Kopf abhauen wolle. "Mir hat es großen Spaß gemacht."

Der Gommeraner Bürgermeister war zugleich der Gast, der an diesem Tag ein bisschen von seiner Arbeit erzählen sollte. Das hat ebenfalls Tradition bei den Nedlitzer Meisterschaften.

   

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