Die Landesgartenschau 2018 hat jetzt ein Gesicht. Ein speziell entwickeltes Logo weist auf die Landesveranstaltung hin. Das Atelier offen aus Krevese bei Osterburg, das den Wettbewerb gewonnen hat, erläuterte am Donnerstag im historischen Rathaus die Gestaltung.

Burg l Zu einer Landesgartenschau, wie sie in drei Jahren in der Ihlestadt auf dem Plan steht und die Tausende Besucher anziehen soll, gehört auch ein Logo - passend zur Stadt mit seiner Geschichte und seinen Markenzeichen weit über die Kreisgrenzen hinaus. Bürgermeister Jörg Rehbaum (SPD) gab zu, erst irritiert gewesen zu sein. Aber: "Je intensiver man das Logo wirken lässt, um so deutlicher wird es. Der hohe Anspruch, den wir gesetzt haben, ist umgesetzt."

Entstanden ist unterm Strich eine moderne Interpretation der historischen Stadtvedute mit den Parks und Gärten der Landesgartenschau. (Eine Vedute ist in der bildenden Kunst die wirklichkeitsgetreue Darstellung eines Stadtbildes.) Und in der Tat: Der Betrachter erkennt die Türme der Stadt, die drei Kerngebiete und den Flusslauf der Ihle. "All dies war schon immer prägend für Burg, wie beispielsweise auf einer Ansicht von 1680", erläuterte Diplom-Designer Ralf Engelkamp vom Atelier offen, das im Zuge der Entwicklung auch in die Geschichte der Stadt eingedrungen ist.

Nach Einschätzung des Laga-Ausschusses sowie des Aufsichtsrates der Laga GmbH ist es dem Atelier offen gelungen, "die Historie mit den Arealen der Landesgartenschau zu verbinden und auf moderne und symbolhafte Art darzustellen". Es handelt sich um eine Aufrasterung der historischen Stadtsilhouette durch Quadratreihen horizontal sowie nach oben und unten auslaufend stehende Rechtecke. Leuchtende, der Natur entlehnten Farben wie Rosenrot, Grasgrün, Waldgrün oder Sonnengelb und Wasserblau ergänzen das Ganze. Das soll einen hohen Wiedererkennungseffekt verleihen.

Im Oktober vergangenen Jahres hat die Stadt mit den Vorbereitungen für einen Logo-Wettbewerb begonnen. Im Rahmen eines noch zu entwickelnden Gesamtmarketingkonzeptes sollte zunächst ein Signet (Logo) gesucht werden. Dazu wurden fünf Büros angeschrieben. Neben dem Logo sollten Briefpapier und Visitenkarten, Plakat und Flyer entwickelt werden. Nach der Vorauswahl wurde am 18. Februar mit der Vorstellung des Siegerentwurfes die Entscheidung im Aufsichtsrat der GmbH getroffen.

Am Wettbewerb beteiligten sich vier Büros, darunter auch zwei Burger.

Allen Gestaltungsstudios wurden für ihre Aufwendungen 1000 Euro in Aussicht gestellt und nach der Bewerbung ausgezahlt, sagte Laga-Geschäftsführerin Sonnhild Noack.

Die Laga GmbH wird noch in diesem Jahr neben der Kennzeichnung der Geschäftspost und der Ausstattung auch einen ersten Flyer entwickeln.