Die Mitglieder des Ortschaftsrates halten es für unnötig, die Namen von Straßen zu ändern, nur weil sie sich in Ortschaften der Einheitsgemeinde doppeln.

Körbelitz. Über den Beschlussentwurf der Gemeindeverwaltung, eine Straßennamensänderung herbeizu- führen, wurde auf der Ortschaftsratssitzung von Körbelitz nicht lange diskutiert, denn die Meinung war einhellig: Das ist eine überflüssige Aktion.

Ortsbürgermeister Eckhard Brandt hatte die Problematik kurz erläutert, ehe Detlef Wagner, der Mitglied des Bauausschusses der Gemeinde Möser ist, von der letzten Sitzung dieses Gremiums berichtet, auf der dieses Thema ebenfalls zur Debatte gestanden hatte und überwiegend auch keine Resonanz fand.

Die Umbenennung würde in der kleinen Ortschaft Körbelitz rein theoretisch sechs Straßen betreffen. Nur dann, wenn in einer anderen Ortschaft mit gleichem Straßennamen weniger Bürger und Betriebe betroffen sein sollten, würden die Körbelitzer verschont.

In Anbetracht der Örtlichkeit kann man aber schon davon ausgehen, dass es Körbelitz recht umfänglich treffen würde.

Ortschaftsrat Dr. Klaus Müller sagt, dass er es ablehne, einen Beschluss zu empfehlen, der gesetzlich nicht notwendig ist, aber den Bürgern Kosten und Wege abverlangt. Da Körbelitz zudem noch eine andere Postleitzahl als die anderen Ortschaften der Einheitsgemeinde hat, ist eine eindeutige Unterscheidung der Straßennamen möglich.

Die Ortschaftsräte von Körbelitz setzten sich in ihrer Empfehlung zu diesem Beschluss- entwurf einstimmig gegen den Verwaltungsvorschlag durch.

Verschiedene Ortschaftsräte haben sich bereits gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Allein der Haupt- und Finanzausschuss entschied sich dafür. Dem folgte der Gemeinderat von Möser nicht, verwies den Beschluss zurück in den Bauausschuss, der ihn ablehnte.