Straßenbauer haben in Burg in diesen Tagen alle Hände voll zu tun. Allein in der Kernstadt sorgen fünf Baustell en für Sperrungen und Umleitungen. Hinzu kommt die Ortschaft Schartau, wo die Hauptstraße erneuert wird. Alle Arbeiten liegen im Zeitplan.

Burg. Ein Sommer ohne Straßenbau? Den wird es vermutlich nie geben. Nicht nur, weil meist erst ab Frühjahr die Fördermittel fließen und mit dem Bau dann erst begonnen werden kann, sondern auch, weil der Nachholebedarf offensichtlich ist.

Niegripper Chaussee

Ein treffendes Beispiel dafür ist die rund 550 Meter lange Niegripper Chaussee mit einer Breite von sieben Metern. Seit Mitte März wird dort rangeklotzt, um den knapp 250 Meter langen Bauabschnitt fertigzustellen. Wie auch im ersten Bereich wurden Regen-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen neu verlegt. Derzeit werden die Borde gesetzt. Nach anfänglichem Zeitverzug - der Untergrund war schlechter als erwartet - sehen die Fachleute nun keine Probleme mehr. "Wir liegen gut im Plan", sagt Simone Kuschinsky vom städtischen Bauamt. Mit neuer Beleuchtung und entsprechendem Fuß- und Radweg wird die Niegripper Chaussee dann keine Holperstrecke mehr sein, sondern eine ebene Ausfall- und Zufahrtsstraße von Burg.

Franzosenstraße

Nicht anders die Franzosenstraße, wo auch der zweite, etwa 150 Meter lange Bauabschnitt erreicht ist, was zur Sperrung des Kreuzungspunktes Bruchstraße führte. In diesem Bereich wurden ebenfalls sämtliche Leitungen samt Hausanschlüsse neu verlegt. Entstehen wird eine 5,70 Meter breite Straße mit beidseitigem Fußweg.

Voraussichtlich am 30. Juli soll die Sperrung der Kreuzung aufgehoben werden, erläutert Simone Kuschinsky. Zum Jahresende soll das gesamte Vorhaben in der Altstadt abgeschlossen sein.

Conrad-Tack-Ring

Wesentlich vorher, und zwar zum Monatsende, könnten die Arbeiten am Conrad-Tack-Ring beendet sein. Nach Verlegung der Trinkwasserleitungen werden derzeit die Seitenräume gestaltet.

Grabower Str./Pulverstr.

Das Durchkommen im Bereich Grabower Straße/Pulverstraße ist schwierig. Im Auftrag des Wasserverbandes Burg kommen dort neue Regen-, Schmutz- und Trinkwasserleitungen in die Erde. In der Pulverstraße (Vollsperrung) steht zudem eine neue Beleuchtung auf dem Plan. Ende Mai soll die Grabower Straße wieder befahrbar sein, die Arbeiten in der Pulverstraße werden ab Juni bis Jahresende andauern. In diesem Abschnitt ist auch vorgesehen, die alten Masten abzubauen.

Zerbster Chaussee

Weiter im südlichen Bereich an der Zerbster Chaussee werden an der Bundesstraße 246 a die Voraussetzungen geschaffen, damit der Industrie- und Gewerbepark (IGP) um den vierten Abschnitt erweitert werden kann. Hinter der Neuen Kaserne entsteht ein Kreisverkehr. Schon wird der Verkehr halbseitig geregelt, weil Leitungen umverlegt werden. Anschließend beginnt der eigentliche Straßenbau für den Kreisel, von dem eine Straße ins IGP abführen wird.

Ortsdurchfahrt Schartau

Wer durch Schartau fährt, wird über die Alte Lindenstraße durch den Ort geleitet. Seit September wird dort am zweiten Bauabschnitt der 6,85 Meter breiten Hauptstraße gearbeitet, der sich von der Stietzel- bis zur Bergstraße erstreckt. Lange haben die Einwohner darauf gewartet, dass die Durchfahrt grundhaft auf Vordermann gebracht wird. Bis Ende Juli soll der zweite Abschnitt über die Bühne gehen, ehe dann der dritte Bereich von der Bergstraße bis zum Ortsausgang Richtung Burg in Angriff genommen wird.

Auch wenn die Masse dieser Baustellen geschafft ist - die Sperrungen gehen weiter. Als nächstes steht das Schlaglochprogramm auf dem Plan.