Nachdem 2013 zwei Feuerwehrautos für die Miesterhorst und Potzehne bestellt worden waren, soll in diesem Jahr die Dannefelder Wehr zwei neue Fahrzeuge erhalten: ein Tragkraftspritzenfahrzeug und einen Mannschaftstransportwagen.

Miesterhorst/Potzehne/Dannefeld l Schon fast in Sichtweite sind die neuen Fahrzeuge für die Potzehner und Miesterhorster Wehr, bestätigten Stadtwehrleiter Sven Rasch und Fachbereichsleiterin Birgit Matthies vom zuständigen Ordnungsamt auf Nachfrage.

Gestern erfolgte für ein Fahrzeug bereits die Rohbauabnahme in Luckenwalde. Auch das zweite Fahrzeug wird dort gebaut. Matthies geht davon aus, dass beide Fahrzeuge im Frühjahr den Wehren übergeben werden können. Im Haushalt 2013 waren dafür 560 000 Euro im städtischen Haushalt eingestellt worden, ausschließlich Eigenmittel. Fördermittel gab es nicht, der Antrag war abgelehnt worden.

Die Potzehner Wehr erhält ein Tanklöschfahrzeug mit Staffelkabine und einem 5000-Liter-Tank. In Potzehne steht zurzeit ein LF 8 aus dem Baujahr 1972. Es gehört damit zu den ältesten Fahrzeugen aller Wehren. Wenn das neue Fahrzeug kommt, wird das alte veräußert. Das zweite Fahrzeug, das in Potzehne stand, ein TLF 16/25 von 1974, ist inzwischen in Dannefeld stationiert. "Da war dringend Bedarf, weil das Dannefelder Löschfahrzeug von 1972 ständig repariert werden musste." Mehr oder weniger zum Schrottpreis sei das alte Dannefelder LF 16 veräußert worden, erklärte Rasch.

Potzehner Fahrzeug in Dannefeld als Übergangslösung

Das TLF aus Potzehne ist für die Dannefelder jedoch nur eine Übergangslösung. Für den Haushalt 2014 ist die Anschaffung eines TSF-W mit Allrad und einem 1000-Liter-Tank geplant. Die Ausschreibung laufe zurzeit, sagte Birgit Matthies. Sie rechnet ungefähr mit Kosten von 150 000 Euro für das Einsatzfahrzeug. Bedingung ist, "dass der Haushalt genehmigt wird", betonte Matthies.

Ursprünglich war für die Dannefelder Wehr, die zahlreiche Aktive hat, jedoch nur wenige, die tagsüber auch einsatzbereit sind, ein HLF-10 geplant. "Wir haben uns dann die Einsatzzahlen angesehen und festgestellt, dass zu 90 Prozent immer eine Staffel mit sechs Kameraden ausrückt", sagte Rasch. Deswegen die Änderung zugunsten des kleineren und preiswerteren Fahrzeugs. Auch dieses wird wieder ausschließlich aus Eigenmitteln der Stadt finanziert. Der Stadtwehrleiter geht davon aus, dass bei Bewilligung des Haushaltes das Fahrzeug in Dannefeld noch in diesem Jahr in Betrieb genommen werden könne. Das TSF-W habe den Vorteil, das es von Personen gefahren werden kann, die die Erlaubnis haben, 7,5-Tonner zu fahren.

Dannefelder Bulli kommt nicht mehr durch den TÜV

Außerdem soll 2014 ein Mannschaftstransportfahrzeug für Dannefeld angeschafft werden. Der jetzige Bulli sei schon älter als 20 Jahre und "kommt nicht mehr durch den TÜV", so Rasch. Dannefeld habe eine aktive Kinderwehr, der Bedarf sei vorhanden.

Die Miesterhorster Ortswehr bekommt im Frühjahr für 290 000 Euro ein Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF). Miesterhorst ist eine der größten - und im westlichen Bereich wichtigsten - Wehren im Gardeleger Stadtgebiet. Das HLF sichert bei der Brandbekämpfung als auch bei Unfällen und anderen technischen Hilfeleistungen eine große Einsatzbreite ab. Bislang ist dort ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) mit einem 500-Liter-Wassertank stationiert. Dieses wird dann nach Roxförde wechseln, wo zurzeit ein TSF steht, ein Einsatzfahrzeug ohne Tank, teilte Rasch mit.

Kein Fahrzeugtausch in Sachau mehr geplant

Nachdem es im vergangenen Jahr hieß, dass das Roxförder Fahrzeug nach Sachau wechseln könnte, sind die Pläne vom Tisch. "Das Fahrzeug in Sachau ist jetzt so umgebaut, dass es ausreichend ist", sagte Rasch. Wäre das Roxförder Fahrzeug in Sachau stationiert worden, hätte die Garage dort vergrößert werden müssen.

In diesem Jahr steht wieder die Anpassung der Risikoanalyse an, berichtete Rasch. Zurzeit leiste er in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die Vorarbeit, anschließend wird die gesamte Stadtwehrleitung an der Erstellung beteiligt. Auch die Ortswehrleiter werden dabei mit einbezogen. Alle zwei Jahre müsse die Feuerwehrrisikoanalyse erneuert werden.