Ab Montag werden etwa 60 Bäume an der Bismarker Straße gefällt. Damit werden die für dieses Jahr geplanten Bauarbeiten am Geh- und Radweg vorbereitet. Es kommt zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr.

Gardelegen l Geplant ist die grundhafte Rekonstruktion der Nebenanlagen an der Bismarker Straße schon seit Jahren. Weil bisher das Geld fehlte, wurden die notwendigen Arbeiten immer wieder verschoben. In diesem Jahr soll die Gemeinschaftsmaßnahme von Stadt (zuständig für den Gehweg) und Landesbetrieb Bau, Niederlassung Nord (zuständig für den Radweg an der Landesstraße) nun aber in Angriff genommen werden. Doch bevor es mit den Arbeiten losgehen kann, müssen die alten Bäume gefällt werden - und das passiert ab Montag.

Zwei Drittel der Bäume sind kaputt

Etwa 60 Bäume werden fallen, die Hälfte davon sind Robinien, besonders im vorderen Bereich zwischen dem Kreisel Stendaler Straße bis zum Friedhof, die andere Hälfte sind Linden im oberen Bereich. Hauptsächlich handelt es sich um Bäume auf der westlichen, also auf der Friedhofseite. Aber im Bereich der Sparkassen-Filiale werden auf beiden Seiten Bäume gefällt.

Zu zwei Dritteln seien die Bäume kaputt, sagte Daniel Langer, Mitarbeiter im Bereich Tiefbau in der Stadtverwaltung. Das sei im Vorfeld bei Untersuchungen festgestellt und vom Gutachter dokumentiert worden. Der Gutachter hatte den Gesamtzustand des Baumbestandes mit "ungenügend" bewertet. Einer der Gründe für den schlechten Zustand sei ein starker Pilzbefall, der die Stand- und Bruchfestigkeit ständig weiter verringert und sich seit Jahren durch Wipfelabbrüche und Totholz in den Kronen abzeichnet. An den Linden gebe es zudem viele Anfahrschäden.

Die Bäume haben "schon eine Menge Schaden gemacht", erklärte Daniel Langer. Die Wurzeln haben nicht nur am Gehweg Schäden verursacht, sondern zum Teil auch an Kellern der anliegenden Häuser. Darum werden im Zuge der Rekonstruktion von Geh- und Radweg vermutlich Winterlinden gepflanzt. "Das sind Pfahlwurzler, die Wurzeln gehen nach unten. Zudem sind Winterlinden pflegeleicht, und sie wachsen nicht ganz so hoch", erklärte der Mitarbeiter des Fachbereiches Baudienstleistungen.

Die Fällarbeiten beginnen am 10. Februar und sollen bis zum 22. Februar dauern. Der Verkehr wird in dieser Zeit durch eine mitlaufende Verkehrseinengung beeinträchtigt. Im nördlichen Bereich, Höhe Einfahrt der August-Bebel-Straße, könnte wegen der Höhe von fünf, sechs Bäumen zeitweise auch eine Ampel eingesetzt werden. "Der Gehwegbereich wird beim direkten Fällen der Bäume von einem Posten abgesichert", informierte Daniel Langer. Wenn die Bäume gefällt sind, bleiben die Wurzeln vorerst im Boden. Diese werden dann mit Beginn der Arbeiten am Geh- und Radweg komplett entfernt.