Kalbe (cn) l Die Bekanntgabe seines Entschlusses fiel ihm sichtlich schwer: Mirko Wolff hat den Kalbenser Ortsverband der Linken, über dessen Liste er bislang stets kandidiert hatte, gestern Nachmittag darüber informiert, dass er nach zwei Legislaturperioden nicht mehr für die Wahl zum Stadtrat und auch nicht zum Ortschaftsrat antritt.

Das bedeutet, dass Kalbe nach der Kommunalwahl einen neuen Ortsbürgermeister braucht. Denn der künftige Ortschaftsrat hat diesen aus seiner Mitte zu bestimmen.

Wolff hatte den Posten erst im Mai 2013 nach dem Rücktritt des langjährigen Amtsinhabers Helmut Bender übernommen. Die Tätigkeit als Kalbenser Ortsbürgermeister sowie die Arbeit im Stadtrat und in dessen Hauptausschuss hätten jedoch einen Aufwand bedeutet, der sich mit seinen anderen Pflichten kaum noch habe vereinbaren lassen, so der zweifache Vater. Er wolle wieder etwas mehr Zeit für die Familie haben, zumal er als Bildungsreferent oft bis in den Abend hinein unterwegs sei, und das landesweit.

Wolffs Rückzug wurde von der Linken mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen, auch wenn der 37-Jährige kein Parteimitglied ist. Er gilt als engagierter Kommunalpolitiker, der auch mit der nötigen Eloquenz agiert. Der Kalbenser zieht sich aber möglicherweise nicht komplett aus der Kommunalpolitik zurück. Er überlegt, über die Liste der Linken für den Kreistag zu kandidieren. Denn es sei, sagte er, wichtig, dass seine Heimatstadt auch dort eine Stimme habe.