Mieste l 35 Einsätze hatten die Miester Feuerwehrkameraden im vergangenen Jahr, drei weniger als 2012. "Es war ein hochturbulentes Jahr, besonders mit Blick auf die Schwere der Einsätze", resümierte Wehrleiter Wolfgang Witte am Freitag bei der Jahreshauptversammlung. Witte: "Wir hatten viel Leid um uns herum." Dabei spielte er unter anderem auf die schweren Verkehrsunfälle auf der Bundesstraße 188 an. 36 Frauen und Männer sind als Einsätzkräfte in Mieste aktiv, rund 120 Mitglieder hat die Wehr insgesamt. Bei 17,9 Prozent der Einsätze in der Hansestadt Gardelegen waren die Miester tätig. In der gesamten Hansestadt waren es 209, die meisten im Altmarkkreis, sogar 31 mehr als in Salzwedel.

An den wöchentlichen Sonntagsdiensten nahmen im Schnitt neun Aktive teil. "Da sind durchaus Reserven", sagte der Wehrleiter. Hinzu kamen für die Wehrmitglieder zahlreiche Aktivitäten im Ort - etwa beim Osterfeuer, Maibaumaufstellen und Schauwettkämpfen in anderen Ortsteilen.

Bei der Ausstattung gab es Neuerungen: Die Wehr verfügt über einen neuen Pedalschneider für den hydraulischen Rettungssatz, vier neue Schutzanzüge und ein Gasmeter, informierte Witte. Sehr gut sei die Zusammenarbeit mit den Miester Firmen, betonte Witte. Er dankte Stadtwehrleiter Sven Rasch für die "unermüdliche Arbeit", Pfarrerin Cornelia Ketter für ihre Hilfsbereitschaft nach dem Einsatz beim Verkehrsunfall bei Lenz und ausdrücklich der Stadtverwaltung mit den Amtsleitern, "die um jeden Cent Fördergeld für uns kämpfen". Zur Problematik des Neubaus des Feuerwehrgerätehaus äußerte sich Witte jedoch nicht konkret, ebenso wenig Ortsbürgermeister Kai-Michael Neubüser, obwohl dieser erst vor wenigen Tagen mit weiteren CDU-Stadtratsfraktionsmitgliedern dazu im Innenministerium in Magdeburg vorgesprochen hatte (wir berichteten). Nur Kreisbrandmeister Torsten Schoof sagte, "dass eine Lösung in Sicht ist und es vorwärts geht". Er sei im Nachhinein froh darüber, dass es sich so lange hingezogen habe, denn der aktuelle Bauplatz für das Haus sei deutlich besser als die vorherige Variante am Schützenhaus.

Viel Lob bekamen die Mitglieder der Jugendwehr. 15 sind dort zurzeit aktiv. "Sie haben ein sehr gutes Verhältnis untereinander und ich bin zufrieden mit der Mannschaftsleistung in diesem Jahr", resümierte Jugendwart Arne Mathiscig. Insgesamt trafen sich die Jugendlichen 21 Mal zu Diensten. Zwei gehören inzwischen zu den Aktiven. Witte überreichte Marina Aebersold, Fabian Mertens und Andreas Schmundt die Beförderungsurkunden. Besonders war der Tag für Schmundt, denn er feierte am Freitag seinen 18. Geburtstag.