Die ersten Altmark-Festspiele wird es in diesem Jahr geben. Es ist ein Konzept der Zichtauer Stiftung Zukunft Altmark, das Veranstaltungsorte in der gesamten Altmark unter einem Dach auftreten lässt - und den Gästen aller Altersklassen Kultur näherbringen soll.

Zichtau l Sie sollen kulturelle Bildung, Unterhaltung und Orientierung für 0- bis 99-Jährige bieten, die junge Generation an Musik, Literatur und Theater heranführen, erstklassiges Spielstättenambiente bieten - und an ungewöhnlichen Orten für Kulturerlebnisse sorgen. Die Stiftung Zukunft Altmark und die Zichtau blüht GmbH gestalten in Partnerschaft mit der Europa-Philharmonie Magdeburg in den kommenden Monaten die ersten Altmark-Festspiele. Dazu stellten Geschäftsführer Magnus Staehler und der künstlerische Leiter Reinhard Seehafer erste Eckpunkte auf Gut Zichtau vor.

"Die Altmark-Festspiele sollen nicht Salzburg light sein, das ist nicht unser Anspruch", so Staehler. Sie sollen identitätsstiftend für die Altmark sein, Publikum aus der Region, benachbarten Bundesländern und Ballungsräumen wie Hamburg, Berlin, Hannover in die Region locken. Staehler: "Es soll ein Verblüffungseffekt sein."

Der Anspruch ist groß, die ersten Partner sind gefunden. Vorläufig gibt es neun Spielstätten: Gut Zichtau, das Arthotel Kiebitzberg in Havelberg, der Gardeleger Rathaussaal, Gut Apenburg, das Musikforum in der Stendaler Katharinenkirche, die Kita Arche Noah in Gardelegen, die Telemann-Konzerthalle in Magdeburg, den Gutshof Ottersburg und das Gutshaus Birkholz.

2014 sei es "ein musikalisches Versuchslabor", formulierte es Staehler: "Wir werden uns rantasten." Die ersten Konzerte - ganz ohne öffentliche Förderung - stehen jedoch schon fest, im Herbst folgen weitere (siehe Infokasten). Grund, sich an dieses Projekt zu wagen, sei das aufgeschlossene Publikum gewesen, das in jüngster Zeit mehrfach in den Genuss klassischer Musik auf Gut Zichtau an einem besonderen Ort - im dortigen Rinderstall - kam.

Auch ein großes Open-Air - Deep Purple oder Pink Floyd mit Orchester - sei im Bereich des Möglichen, kündigte der künstlerische Leiter Reinhard Seehafer an.

Im Oktober sollen Babykonzerte für die Jüngsten folgen - an einem ebenfalls ungewöhnlichen Ort: in der Kita Arche Noah in Gardelegen: etwa Harfen- oder Cellokonzerte. Die Babykonzerte sind für Null- bis Dreijährige, es folgen die Sternentänzer (Musik und Tanz für Vorschulkinder), die 2013 begonnene Konzert-Reihe "Klassik - I like it" für Kinder und Jugendliche sowie Picknick-Konzerte, Crossover-Veranstaltungen und Meisterkurse für Publikum ab 18 Jahren.

www.altmarkfestspiele.de