Und wieder sind einige der Miester Drömlingsspatzen flügge geworden. Die Chorkinder ziehen zwar nicht in die Welt hinaus, aber doch in eine andere Schule um. Für sie und alle anderen Spatzenfans gab es am Dienstag das traditionelle Abschiedskonzert.

Mieste l Wenn die ganze Bühne der Miester Sekundarschulaula voll kostümierter und toll geschminkter Kinder steht, wenn jedes einzelne von ihnen eine besondere Rolle bekommt - ob bei einem Sketch oder einem Lied. Wenn wiederum jeder dieser Songs eine kleine Geschichte erzählt, die die Zuhörer zum Lachen, zum Nachdenken und manchmal auch ein klein wenig zum Weinen bringt, und wenn am Ende nicht nur die Helfermuttis und der Schulleiter ein Dankeschön, sondern sogar der Schulhausmeister Pralinen bekommt, dann hat das ganz sicher etwas mit dem Chor der Drömlingsspatzen zu tun.

Der hat zwar das ganze Jahr über gut zu tun, das traditionelle Abschlusskonzert ist dennoch immer etwas ganz Besonderes. Denn dann werden jene Kinder verabschiedet, die in die fünfte Klasse der Sekundarschule oder ans Gymnasium wechseln. Nicht nur für die Jungen und Mädchen selbst, auch für alle Mitspatzen, die Eltern, Geschwister und vor allem für Chorleiterin Kerstin Finger und den "Oberspatz" Jens Keunecke ist das immer ein bewegender Moment.

Und den erlebten alle am Dienstagabend. Ein letztes Mal sangen die Kinder in ihrer alten Besetzung. Diesmal starteten sie allerdings mit Instrumentalstücken, nämlich einem Fanfaren-Menuett, das von Kantorin Natalia Gvozdkowa unterstützt wurde, und vier gitarren- und cellobegleiteten Stücken. Und dann ging es los mit dem Chorkonzert und zwar gleich fröhlich mit dem Lied der Drömlingsspatzen und dem Kanon "Hey, hello".

Dass sie englisch lernen, zeigten die Kinder dann schließlich auch noch mal beim Zahnlückenblues und einem drolligen Sketch, über den sich Englischlehrerin Katrin Weiß ebenso freute, wie über die überraschenden Glückwünsche zu ihrem Geburtstag.

Viel Gelächter gab es schließlich beim Babysitter-Blues und das kam nicht nur vom Band. Ein paar kleine Tränen flossen am Ende natürlich auch, denn der Song "Alte Schule, altes Haus", machte die scheidenden Kinder und auch manche Mutti ein bisschen melancholisch. So ist es in jedem Jahr aufs Neue.

Kuschelige Herzen als Erinnerung

Weil Chorchefin Kerstin Finger das weiß, gab es mit dem Spatzenrap und dem Medley mit zwei ganz modernen Popsongs ("Applaus, Applaus" und "Lieder") noch coole Musik hinterher. Und wer sich - eigentlich kaum möglich - nach dem Konzert schlapp fühlte, den machten die Kinder mit ihrer witzigen Zugabe "Was machen wir mit müden Leuten" wieder fit.

Als Erinnerung gab es für die Spatzen der vierten Klassen diesmal kuschelige Herzen mit dem Schriftzug "Miss you". Denn vermissen, so versicherte Finger, werde sie ihre großen Spatzen ganz sicher.

Wenn sie Glück hat, werden die allerdings noch öfter bei ihr einfliegen. Am Dienstag jedenfalls saßen die "Altspatzen" des vergangenen Jahres schunkelnd in der ersten Reihe und sangen von dort aus kräftig mit. Und auch die "Jungspatzen" aus der ersten Klasse flatterten schon aufgeregt herum. Im kommenden Jahr dürfen sie ganz sicher bei dem bezaubernden Programm dabei sein.

   

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