Der Schulhof der Kalbenser Sekundarschule "Johann-Friedrich Danneil" löst sich derzeit in seine Einzelteile auf. Denn der Beton, mit dem das weitläufige Gelände bislang versiegelt war, wird abgetragen und soll demnächst durch Pflaster ersetzt werden.

Kalbe l Dort, wo bis Montag noch der Schulhof der Kalbenser Sekundarschule existierte, gähnt inzwischen ein riesiges Loch. Die Freitreppe unter der Aula ist, zumindest auf jener Seite, die zum Schulhof zeigt, auch nur noch Geschichte. Denn ein altmärkisches Unternehmen, das vom Schul-träger - hierbei handelt es sich um den Altmarkkreis Salzwedel - vor wenigen Tagen den Großauftrag erhalten hat, hat mit den Vorbereitungen für die Sanierung des Schulhofes begonnen. Und dazu gehört eben auch, dass die riesige Betonfläche, aus der dieser bislang bestand, abgetragen und so Platz für die neue Pflasterung geschaffen wird.

Neue Vorflut muss zusätzlich gebaut werden

Zuvor muss allerdings erst einmal eine komplett neue Vorflut geschaffen werden. Denn wie sich während der starken Niederschläge in den zurückliegenden Wochen gezeigt hat, ist das bisherige Entwässerungssystem sehr mangelhaft, kann riesige Regenmengen nicht problemlos ablaufen lassen. Auch der Einbau der neuen Gosse, die ohnehin geplant war, würde daran wenig ändern. Eine komplett neue Leitung muss her.

Sie ist zusätzlich in den Maßnahmenkatalog aufgenommen worden, wie Kreis-Bauamtsleiter Dieter Kraus am Mittwoch bestätigte. Dafür müssen dann im ersten Bauabschnitt, der allein ein Investitionsvolumen von rund 250000 Euro umfasst, an anderer Stelle, nämlich bei den Ausstattungen, Abstriche gemacht werden. Was in diesem Bereich nicht gleich umgesetzt werden könne, müsse in den nächsten Bauabschnitt verlegt werden, sagte Kraus. Der sei für das kommende Jahr vorgesehen. Und dessen Kosten, die etwa mit denen des ersten Bauabschnittes gleichzusetzen seien, würden sich dadurch noch einmal um rund 50000 Euro erhöhen.

In diesem Jahr liegt der Fokus ohnehin erst einmal auf den Pflasterarbeiten und auf der Erneuerung des Entwässerungssystems. Die Maßnahme, die am Dienstag begonnen hat, wird sich allerdings bis weit in den Herbst hinein erstrecken. Und das wiederum bedeutet, dass es nach den Sommerferien für die Schüler erst einmal deutliche Platzeinschränkungen geben wird. Denn große Teile des Schulhofes müssen aus Sicherheitsgründen abgesperrt bleiben. Zudem kann die Bildungseinrichtung in den kommenden Monaten nur noch über den Vordereingang betreten und verlassen werden. Für den Notfall gibt es jedoch weiterhin den Ausgang unter der Aula. Denn der hintere Bereich der dortigen Freitreppe, der zum unbefestigten Parkplatz führt, bleibt bestehen.

Für Bauunternehmer ist es wie ein Nachhausekommen

Für Bauunternehmer Karsten Beneke ist die Umgestaltung des Kalbenser Schulhofes indes kein Auftrag wie jeder andere - was nicht nur am Umfang liegt. Es ist ein Stück weit wie ein Nachhausekommen. Beneke ist in Kalbe aufgewachsen, hat seine eigene Schulzeit gleich nebenan im leerstehenden Altneubau verbracht, der künftig den "Kroko"-Klub beherbergen soll. Für den Wahl-Salzwedeler ist es der erste große Auftrag in seiner früheren Heimatstadt. Und er, der Kalbe vor rund 20 Jahren verlassen hat, freut sich auf die kommenden Wochen.