Vor genau einem Jahr hatten die Mädchen und Jungen der Karl-Marx-Schule ihren ersten Schultag im neuen Gebäude. Gestern wurde nun der umgestaltete Schulhof eingeweiht. Nun haben die 308 Schüler viel Platz auf ganz viel Grün.

Gardelegen l Zur Eröffnung gab es gleich die ersten Geschenke. Bei der Freigabe des neuen Schulhofs der Karl-Marx-Schule am gestrigen Dienstag überreichte der Vorsitzende des Fördervereines, Walter Thürer, an Achtklässler Maurice Bogdahn mehrere Tischtenniskellen und Bälle.

Die Tischtennisplatten wurden auch gleich von den Schülern in Beschlag genommen. Zuvor hatten Landrat Michael Ziche, Schulleiter Horst-Dieter Radtke und Maurice Bogdahn das Band durchgeschnitten, das die großzügige Grünfläche freigab. Bis gestern durften sich die 308 Schüler nur auf dem gepflasterten Bereich aufhalten.

"Ende gut, alles gut", fasste Ziche zusammen und verwies auf die insgesamt acht Jahre, die es vom Beschluss des Kreistages für den Schulneubau bis zur Einweihung des Schulhofes -und damit des letzten Komplexes der Neubaumaßnahme - dauerte.

Sichtlich zufrieden sah Schulleiter Horst-Dieter Radtke beim Blick über den neuen Schulhof aus. Er verwies auf das grüne Klassenzimmer, das Unterricht an der frischen Luft ermöglicht. "Das kann im Kunstunterricht genutzt werden, wenn Skizzen angefertigt werden, aber auch im Deutschunterricht", so Radtke. Die Möglichkeit des naturnahen Unterrichts bestehe für alle Lehrer. Außerdem wurde eine Streuobstwiese angelegt. Mehr als 60 Bäume wurden gepflanzt, zehn alte konnten erhalten werden und spenden so Schatten auf dem Gelände.

Radtke forderte von den Schülern ein, sich über den Schülerrat, der nächste Woche gewählt wird, in die weitere Gestaltung des ingesamt 6500 Quadratmeter großen Geländes einzubringen: "Die Schüler können ihre Wünsche einbringen, und wir werden dann sehen, wie wir sie realisieren können." Das sei ein Prozess, der viele Jahre dauern werde. Die Gestaltung des Außengeländes kostete 400 000 Euro.

Die Kosten für das komplette Schulneubauprojekt liegen bei neun Millionen Euro. Vier Millionen Euro finanzierte der Altmarkkreis, fünf Millionen Euro kamen aus dem Europäischen Strukturfonds. Nach dem Abriss des alten Karl-Marx-Schulgebäudes wurden außerdem ein Parkplatz mit 21 Stellplätzen und eine Stellfläche für Fahrräder geschaffen.

 

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