Das Jahr geht zu Ende, Kalbes neuer Veranstaltungskalender ist in Planung. Wie immer, kostet er diejenigen, die Termine anzukündigen haben, keinen einzigen Cent. Herauskommen soll die Broschüre allerdings nur, wenn wirklich Interesse daran besteht.

Kalbe l Im vergangenen Jahr hatte sie ihn angepriesen wie Sauerbier. Diesmal soll das anders werden: "Wer bis zum 12. Dezember seine Termine nicht eingereicht hat, kann nicht mehr berücksichtigt werden", betont Beatrice Krause.

Die Mitarbeiterin des Kalbenser Tourismusbüros wirbt derzeit im Namen der Stadt nämlich wieder mal für den Kalbenser Veranstaltungskalender. Auch für 2015 ist einer geplant. Eine gute Sache für die hiesigen Vereine, Veranstalter und Kulturschaffenden. Denn die Druckkosten - im vergangenen Jahr beliefen sie sich auf rund 400 Euro - übernimmt regelmäßig die Stadt. Der Eintrag von Festen, Messen, Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen - kurz allem, was mit Unterhaltung und Kultur zu tun hat, ist also kostenlos. Und auch sonst hält sich der Aufwand für Veranstalter in Grenzen. Denn für die Zusammenstellung zeichnet ebenfalls die Stadt verantwortlich und für den Vertrieb dazu.

"Wenn sich zuwenige beteiligen, wird kein Kalender erscheinen."

Die fertige Broschüre liegt ab Januar 2015 in allen öffentlichen Einrichtungen und Behörden aus. Auch die Median-Klinik mit ihren vielen Patienten und deren Angehörigen, die an den Wochenenden zu Besuch kommen, bietet den Kalender an. In Gaststätten und Dorfgemeinschaftshäusern ist er zu finden "und wir legen ihn jedem Brief bei, in dem ein Prospekt verschickt wird", versichert Beatrice Krause. Dass das kleine Heftchen in ihrem Büro von vielen mitgenommen wird, erlebt sie ohnehin täglich. "Er ist gut weggegangen in diesem Jahr", sagt sie.

Und doch wissen viele Veranstalter diesen Service der Stadt offenbar nicht so recht zu schätzen. "Im vergangenen Jahr haben wir immer wieder aufgerufen, haben vielen sogar hinterhertelefoniert", erinnert sich Krause. Genau das soll aber diesmal nicht passieren. "Diesmal ist mit dem letzten Meldetermin wirklich Schluss." Und es gibt noch eine zweite klare Aussage: "Wenn sich zuwenige beteiligen, wird kein Kalender mehr erscheinen", sagt Krause. Das sei mit der Stadt abgesprochen und so beschlossen worden.

"Es wäre wirklich schade, wenn es so kommt", sagt Vizebürgermeisterin Ingrid Bösener. Sie ist nämlich sicher, dass das Heft von sehr vielen, vor allem von Touristen oder Besuchern und Patienten der Klinik, gelesen und genutzt wird. Doch wenn seitens der Veranstalter kein Interesse bestehe, werde sich die Stadt das Geld sparen. Auch Bösener hat keine Erklärung dafür, warum im vergangenen Jahr so viele Veranstalter die Termine vertreichen ließen.

"Das Formular gibt es im Tourismusbüro oder im Internet."

Dabei ist die Anmeldung einfach. Es sind nur wenige Angaben. "Vor allem natürlich die drei W", sagt Beatrice Krause: was, wann und wo. Dazu muss ein Ansprechpartner genannt sein.

Gemeldet werden können übrigens neben Einzelterminen auch regelmäßig wiederkehrende Veranstaltungen oder Zeiten, vom vierteljährlichen Flohmarkt über monatliche Orchesterproben bis hin zum wöchentlichen Sporttraining. Einzige Bedingungen: Die Veranstaltung muss öffentlich zugänglich sein und die Anmeldung muss schriftlich erfolgen. "Das Formular gibt es entweder bei uns im Tourismusbüro oder im Internet über die Seite der Stadt unter der Rubrik Veranstaltungen."

Um Termindoppelungen zu vermeiden und damit zu verhindern, dass sich Besucher zwischen zwei Veranstaltungen entscheiden müssen, soll es am 11. November um 19 Uhr eine Veranstaltung im Sitzungszimmer des Rathauses geben, wo sich die Veranstalter abstimmen können. Dazu werden die größten Vereine und Organisatoren derzeit gerade angeschrieben. Und noch ein Angebot gibt`s für alle, die nicht gern Formulare ausfüllen: "Ich nehme die Angaben auch hier im Büro auf, wenn jemand persönlich kommt", verspricht Krause.