Das Kirchspiel Letzlingen und die Kirchengemeinde Solpke sind seit dem 1. November das Pfarramt Letzlingen-Solpke. Nach der Verabschiedung von Solpkes Pfarrer Albrecht Warweg in den Ruhestand hat dessen Bereich der Letzlinger Pfarrer Gerd Hinke übernommen.

Letzlingen/Solpke l Von der Heide bis in den Drömling - für die Seelsorge ein durchaus großer Bereich, den Letzlingens Pfarrer Gerd Hinke seit dem 1. November absichern muss. Mit diesem Datum hat Hinke die einstige Kirchengemeinde Solpke mit den Orten Sachau, Wernitz, Solpke, Jerchel und Potzehne übernommen. Das Kirchspiel Letzlingen und die Kirchengemeinde Solpke bilden nunmehr das Pfarramt Letzlingen-Solpke. Damit erhöht sich die Zahl der Gemeindeglieder im Zuständigkeitsbereich von Gerd Hinke von 950 um etwa 600 auf 1550 Gemeindeglieder.

Hintergrund der Strukturänderung ist der Wechsel von Solpkes Pfarrer Albrecht Warweg in den Ruhestand.

Der Stellenplanausschuss des Kirchenkreises Salzwedel habe dann festgelegt, dass es sinnvoll sei, den Solpker Bereich Letzlingen zuzuordnen. Zustimmung gab es von beiden Gemeindekirchenräten. Im Sommer hätten die Vorbereitungen, begleitet von der Gemeindeberatung Magdeburg, begonnen, sagte Hinke.

Regelmäßige Gottesdienste in fünf Kirchen

Seit dem 1. November gibt es nun das Pfarramt Letzlingen-Solpke mit der Besonderheit, dass die Kirchengemeinde Solpke und das Kirchspiel Letzlingen mit den zwei Gemeindekirchenräten bestehen bleiben, die getrennt tagen, aber auch zu gemeinsamen Sitzungen zusammenkommen werden. "Wir haben praktisch nur ein neues Pfarramt gebildet", sagte Hinke. Gottesdienste werden in einem feststehenden Rhythmus in den Predigtstellen Wernitz, Solpke, Jerchel, Letzlingen und Roxförde stattfinden. In allen Orten könnten Gottesdienste nicht abgesichert werden. "Man kann leider nicht überall sein", bedauerte Hinke. Allerdings werde es Ausnahmen geben, etwa für Trauungen, Taufen oder Ehejubiläen.

In seinem neuen Bereich hat er bereits die ersten Amtshandlungen ausgeführt: eine goldene Hochzeit in Jerchel und eine Taufe in Potzehne in jeweils gut gefüllten Kirchen und ein Geburtstagsbesuch in Breiteiche. "Ich glaube, dass ich willkommen bin, ich fühle mich jedenfalls gut angenommen", betonte Hinke. Wobei für den 50-Jährigen der Solpker Bereich alles andere als unbekannt ist. Über 21 Jahre hatte er Warwegs Vertretung abgesichert. Von 1991 bis 1993 war er Vikar in Mieste. Und hat seitdem immer wieder Neuanfänge und Abschiede erlebt. Eigentlich habe er nur Gemeindepfarrer sein wollen, ohne zusätzliche Aufgaben. Aber die hatte Hinke in den vergangenen Jahren durchaus reichlich. Zwei Jahre war er neben seiner Tätigkeit als Pfarrer im Bereich Letzlingen Klinikseelsorger im Klinikum Uchtspringe und im dortigen Maßregelvollzug, 14 Jahre Militärseelsorger im Gefechtsübungszentrum Letzlingen und drei Jahre Klinikseelsorger im Gardeleger Altmark-Klinikum. Jetzt ist Hinke tatsächlich "nur" Gemeindepfarrer, das aber in einem riesigen Gebiet - eben von der Heide bis in den Drömling.