Es war spannender als das Fernsehprogramm und dazu live - das wollten sich viele Gardeleger und auswärtige Fans nicht entgehen lassen. Sie kamen bereits zum elften Mal nach Gardelegen, um beim Soccer-Cup des SSV 80 Gardelegen dabei zu sein.

Gardelegen l Was die Weltmeister können, konnte ein Nachwuchsfußballer am Sonnabend auch: Während Thomas Müller nach dem Ghana-Spiel mit fünf Stichen genäht wurde und Bastian Schweinsteiger noch bei der Siegesfeier in Berlin mit Pflaster unter dem Auge aus dem Finale bejubelt wurde, trat Hannes Teßmer (6) mit getackerter Kopfplatzwunde am Sonnabendabend beim Soccer-Cup an. "Von der Notaufnahme direkt aufs Spielfeld", kündigte Moderator Sven Lorenz ihn an. Beim Spielen am Nachmittag hatte sich der Lüffinger, der in der G-Jugend des SSV 80 Gardelegen kickt, die Wunde zugezogen. Dann ging es ganz schnell ins Krankenhaus. Seine größte Sorge: Dass er sein Spiel verpasst. Denn die G-Jugend-Kicker des Vereins traten zum Auftakt am Sonnabend in einem Fünf-Minuten-Spiel gegeneinander an.

Im Krankenhaus wurde schnell getackert

Doch weil im Krankenhaus schnell getackert wurde, kam Hannes noch rechtzeitig zu seinem Einsatz auf dem Spielfeld. Zwar verlor seine rote Mannschaft am Ende knapp gegen die grüne, aber er war mit diesem Einsatz trotzdem einer der Helden des Abends. Nach dem Spiel konnte der Lüffinger den Tag ruhig ausklingen lassen: als Zuschauer hinter der Bande. Wie kleine Superstars waren die G-Jugend-Fußballer vom Publikum begrüßt wurden. Mit Nummer und Namen von Lorenz aufgerufen, liefen sie einzeln aufs Spielfeld und bekamen großen Applaus. Die Jüngsten waren gerade mal fünf Jahre alt. Aber bissig waren sie allemal und rannten hinter dem Ball her. Oder wie ein Zuschauer sagte: "Die Taktik heißt Rudelbildung."

Begrüßt wurden die Fußballer und zahlreichen Gäste hinter der Bande von Moderator Sven Lorenz und von Mister Soccer-Cup, ohne den es das Gardeleger Indoor-Fußballturnier nicht gäbe. SSV-80-Vereinschef Jens Bombach hatte sich das Turnier nämlich einst ausgedacht. Seither konnte er allerdings auch immer auf die Unterstützung der Stadt vertrauen. "Und wir haben auch diesmal die Halle von der Stadt zur Verfügung gestellt bekommen", bedankte sich Bombach. "Zum Glück haben wir ja den fußballbegeistertesten Bürgermeister der Altmark."

Und dieser war, natürlich Ehrensache, persönlich da, um die Gardeleger und ihre Gäste zu begrüßen. Und das, so Fuchs, werde sich auch nicht ändern, wenn er im kommenden Jahr seine Amtsgeschäfte abgeben werde.

Vom Zuschauerfeld aus verfolgte er dann Seite an Seite mit Schiedsrichter Horst Richter das Turnier und fieberte natürlich vor allem mit seinen Gardeleger Kickern mit. Genau wie die meisten Besucher. Und so war der Jubel denn auch groß, als das erste Tor für die Gastgebermannschaft fiel.

Als guter Gastgeber erwies sich aber natürlich auch wieder der Verein selbst. So organisierten die Mitglieder zusammen mit Freunden und Angehörigen die Versorgung der Spieler und Gäste, übernahmen die Kasse und andere Aufgaben. Finanzielle Hilfe gab es zudem wieder von zahlreichen Sponsoren aus der Region.

Mehr zu den Ergebnissen lesen Sie auf der heutigen Seite 12 im Sportteil der Volksstimme.

   

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