Gardelegen l In Schweden, Nicaragua, Togo und sogar in China haben im vergangenen Jahr Paare geheiratet, deren Eheschließung die Gardeleger Standesbeamtinnen nachbeurkundeten. Doch die Mehrzahl der Hochzeiten, die Standesbeamtin Anke Daniel in ihrer Statistik führt, fand natürlich in der Hansestadt statt. Insgesamt gaben sich 145 Paare das Ja-Wort. Damit ist die Zahl der Eheschließungen auch im vergangenen Jahr leicht rückläufig geblieben. Denn 2012 waren es noch 160 Heiratswillige, und für das Jahr 2013 weist die Statistik noch 153 Paare aus, die den Bund fürs Leben geschlossen haben. Ein einziges Paar begründete 2014 eine Lebenspartnerschaft. Übrigens die einzige in den zurückliegenden drei Jahren.

Gemessen an den Wochentagen, steht der Freitag an erster Stelle der Hitliste für den Tag, an dem in Gardelegen vorzugsweise geheiratet wurde. 39 Mal stellten die Standesbeamtinnen Anke Daniel, Petra Wendel und Karin Lemm an einem Freitag dem Brautpaar die entscheidende Frage.

An einem Donnerstag waren es 18 Heiratswillige, gefolgt vom Sonnabend, an dem 15 Hochzeiten stattfanden. 14-mal sagten Braut und Bräutigam oder Lebenspartner an einem Mittwoch Ja. Mit jeweils elf und acht Hochzeiten lagen die Tage Dienstag und Montag auf den letzten Plätzen.

Am Heiratsort Letzlingen sagten die Liebenden vorzugsweise an einem Sonnabend Ja zueinander. Insgesamt 22-mal. Von den 41 Eheschließungen, die dort im vergangenen Jahr stattfanden, beurkundeten Anke Daniel und ihre Kolleginnen 16 an einem Freitag, sowie jeweils eine an einem Donnerstag, einem Mittwoch und einem Montag.

Meiste Eheschließungen in den Sommermonaten

Geheiratet wurde aber auch auf dem Zichtauer Gut. Die Orangerie des Gutshofes wird dort zum Trauzimmer in ländlich-idyllischer Umgebung. Im Monat Juni heirateten dort drei Paare, während es im August nur zwei Paare waren. Allerdings gibt es den Heiratsort Zichtau auch erst seit März 2014, so dass sich die Zahl der Eheschließungen in einem relativ kleinen Rahmen bewegt, wie Anke Daniel mitteilte.

Insbesondere den Monat Juni wählten die Gardeleger als bevorzugten Termin für ihre Hochzeit. 17-mal wurde im Trauzimmer in Gardelegen geheiratet und 6-mal im Letzlinger Schloss. Gleich danach rangiert der August, an dem in Gardelegen 14-mal und in Letzlingen 11-mal geheiratet wurde. Im Mai waren es 14 Paare in Gardelegen und 8, die sich im romantischen Ambiente des Letzlinger Schlosses das Ja-Wort gaben. Und mit zehn (Gardelegen) beziehungsweise sieben (Letzlingen) Hochzeiten im Juli bleibt die Sommerzeit eindeutig die beliebteste Jahreszeit, um sich zu trauen.

Immerhin zwölf Eheversprechen wurden im April in Gardelegen gegeben. Im Letzlinger Schloss wurde einmal Ja gesagt. Sieben in Gardelegen beziehungsweise sechs Hochzeiten in Letzlingen fanden im September statt. Und jeweils fünfmal wurde im Februar, März, Oktober und Dezember im Gardeleger Rathaus geheiratet. Im Januar sagten dort drei Paare Ja und im November waren es zwei. Im Letzlinger Jagdschloss schloss im November und Dezember 2014 jeweils ein heiratswilliges Paar den Bund fürs Leben.

Zur Aufgabe des Standesamtes der Hansestadt gehören aber auch die Beurkundungen von Geburten und Todesfällen. Für 327 junge Gardeleger stellten Anke Daniel und ihre Kolleginnen im vergangenen Jahr Geburtsurkunden aus. 2013 waren es lediglich 319 und im Jahr zuvor 345 Geburten, die zu beurkunden waren. Dem gegenüber stehen 339 Sterbefälle für 2014 in der Statistik. In den Vorjahren verzeichneten die Gardeleger Standesbeamten insgesamt 341 (2013) sowie 353 (2012) Sterbefälle in der Hansestadt.