327 Geburten beurkundten die Gardeleger Standesbeamtinnen 2014. Zu den ungewöhnlichen Namen der Kinder gehörten Chelsea, Mailo und Lincoln. Ganz klar im Trend liegen jedoch weiterhin alte, deutsche Namen.

Gardelegen l Pia und Elias sind die Namen, die Eltern 2014 in Gardelegen am häufigsten an ihre neu geborenen Babys vergaben. Pia löst damit Sophie bei den Mädchennamen ab, die mit elf Nennungen 2013 an der Spitze der Statistik stand.

Jeweils sechs Mädchen hören auf Emma und Lea, fünf auf Charlotte. Bei den Jungen war Elias mit sechs Nennungen der Spitzenreiter, er löste damit Max bei den beliebtesten Namen 2013 ab. Doch Max schaffte es auch dieses Jahr wieder in die Spitzengruppe, denn fünf Jungen, die in Gardelegen geboren wurden, erhielten diesen Namen. Fünf Mal nannten Eltern ihre Sprösslinge zudem Felix und Leon. Übrigens waren die Jungen 2014 in der Überzahl. Von den 327 Geburten waren 169 Jungen und 158 Mädchen.

207 Kinder erhielten einen Vornamen, 111 zwei Vornamen. Drei Vornamen erhielten nur neun Kinder. Laut Statistik gab es zwei Zwillingsgeburten. Die vier Jungen erblickten im Juli und November das Licht der Welt.

Doch nicht nur im Altmark-Klinikum wurden die Kinder in Gardelegen geboren. Ein Mädchen kam am 3. Dezember bei einer Hausgeburt zur Welt. Die meisten Kinder wurden im September (36), August (31), Januar (30) und Juli (30) geboren, die wenigsten in den Monaten Februar (20) und Oktober (21).

An zwei Tagen im Jahr kamen jeweils gleich vier Kinder zur Welt: am Montag, 14. April 2014, und am Freitag, 25. Juli 2014. Der Namensstatistik ganz klar zu entnehmen ist, dass alte Namen sich weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. Bei den Mädchen waren es Namen wie unter anderem Wilma, Emmi, Martha, Lisbeth, Tinka, Irmi und Alma. Heinz, Hugo, Werner, Friedrich und Bruno waren es bei den Jungen. Bruno schaffte es mit drei Nennungen sogar in den vorderen Bereich der Statistik.

Doch es gibt auch die ungewöhnlichen oder, wie es die Standesbeamtinnen in ihrer Statistik ausweisen, seltenen Vornamen. Dazu zählten 2014 bei den Jungen Mailo, Lincoln und Dwayne, aber auch Leif, Fero, Ragnar und Dejan. Mädchen bekamen unter anderem Namen wie Laeli, Chelsea, Lavinia Lelia, Ebba, Malou Nouvel, Faye Lou und Penelope.

Doch so ungewöhnlich mancher Name auch klingt, abweisen mussten die Standesbeamtinnen keine Elternpaare mit ihrem Namenswunsch fürs Baby.

"Wir arbeiten da mit dem internationalen Vornamensbuch, das es für Standesämter gibt. Und ansonsten hilft auch das Internet weiter", sagte Standesbeamtin Petra Wendel. Bei Namen, die für Jungen und Mädchen verwendet werden können, obliegt es den Eltern, ob sie einen zweiten Vornamen wählen, der das Geschlecht des Kindes verdeutlicht.