Letzlingen (apu) l Der Orkan Niklas, der Ende März über Deutschland hinwegzog, hat in der Forstwirtschaft der Altmark und den angrenzenden Regionen große Schäden angerichtet. Erheblich betroffen ist auch der Bereich des Betreuungsforstamtes Letzlingen.

Wer mit offenen Augen durch die Gegend fährt, kann nach wie vor in vielen Wäldern umgestürzte und abgebrochenen Bäume sehen. Die Aufräumarbeiten laufen auf vollen Touren.

Im Bereich des Betreuungsforstamtes Letzlingen befinden sich insgesamt rund 41000 Hektar Waldfläche, davon 16000 Hektar betreute Forstbetriebsgemeinschafts-Flächen. "Allein innerhalb dieser Flächen werden die jüngsten Sturmschäden derzeit auf etwa 16000 Festmeter Schadholz geschätzt. Das entspricht durchschnittlich einem Festmeter pro Hektar Waldfläche", erklärt Margitta Kriebel, stellvertretende Leiterin des Forstamtes in Letzlingen, gegenüber der Volksstimme.

Besonders stark betroffen seien die Reviere Wannefeld und Lüderitz, wo jeweils von etwa 3000 Festmetern Schadholz ausgegangen werde. Wie der Forstamts-Büroleiter, Frank Zeiseweis, hinzufügt, dürften in den Revieren Cröchern und Colbitz die Schäden ähnlich hoch sein. Positiv sei es jedoch zu bewerten, dass sich die Menge des Bruchholzes in Grenzen halte. Der Anteil des Wurfholzes (komplett umgestürzte Bäume) sei größer. Vielerorts gelte es außerdem, noch weitere Schäden zu verhindern, denn nicht wenige der geschädigten Bäume blieben an benachbarten Bäumen hängen. "Von solchen Schadstellen gehen auch Gefahren aus. Margitta Kriebel empfiehlt: "Besonders betroffene Waldstücke sollten von der Bevölkerung nicht betreten werden."

Die für das Forstamt Letzlingen tätigen Forstarbeiter sind indes auf Hochtouren mit den Aufräumarbeiten beschäftigt. "Unser Ziel ist es, das Schadholz so schnell wie möglich aufzuarbeiten. Sonst entsteht eine Entwertung - unter anderem durch Bläuung", erklärt Forstamts-Büroleiter Frank Zeiseweis.