Das 11. Heideblütenfest begann gestern mit eher trüben Aussichten. Doch die Organisatoren vom Tourismusverein verloren nicht ihren Optimismus, dass es trotzdem eine schöne Veranstaltung wird, und sie behielten Recht. Ab Mittag ließ sich die Sonne blicken und die Gäste strömten herbei, um die vielen attraktiven Programmpunkte und Aktivitäten zu erleben.

Gardelegen. Zu Beginn wurde gestern beim Heideblütenfest noch jeder Sonnenstrahl, der durch die dicke Wolkendecke schimmerte, von den Akteuren bejubelt. Und tatsächlich besserte sich das kalte und regnerische Wetter gegen Mittag und langsam füllte sich das idyllisch gelegene Areal an den Kellerbergen.

Ein Gottesdienst und ein Auftritt des Revival Gospelchores aus Berlin bildeten den Auftakt zum Heideblütenfest, das der Tourismusverein Region Gardelegen zum elften Mal mit Unterstützung vieler Helfer und Mitwirkender organisiert hatte. Bürgermeister Konrad Fuchs lobte die Initiative und sprach von einer Tradition, zu der das Fest inzwischen geworden sei. Gemeinsam mit Hemstedts Altbürgermeister Ehrhard Kautge, dem Tourismusvereinsvorsitzenden Harald Storz, der Heideblütenprinzessin Theresia Burchardt und Kloster Neuendorfs Ortsbürgermeister Dieter Dreger eröffnete er die Veranstaltung.

Die Gäste erwartete ein abwechslungsreiches Programm auf der Bühne und viele Aktivitäten am Rande wie Kremserfahrten, Heidewanderung, Ponyreiten und ein jagdliches Quiz das Helmut Franke betreute, der an seinem Stand viele präparierte heimische Wildtiere, Geweihstangen und Gehörne ausstellte. Unter dem Motto "Lernort Natur" wollte er vor allem die jüngeren Festbesucher ansprechen.

Auf der Bühne gab es Musik von Klaus Hermsdorf, Gesine und Jürgen Biermann, die von Moderator Rolf Hartge auf den Namen Sommergeister getauft wurden. Weiterhin traten mehrmals die Tanzgruppe Heideblüten und der Gospelchor auf. Voltigiervorführungen, eine Modenschau mit Brautmoden und eine mit Kleidungsstücken aus Alpaka- und Schafwolle gehörten ebenfalls zum Programm. Die Gäste konnten erleben wie Schafe geschoren wurden und sahen die große Heidschnuckenherde von Schäfer Joachim Gaudian durch die Heide ziehen.

Auf viel Interesse stieß auch die Vorführung von Gerald Deuter und Christian Stewien, die mit ihren belgischen Schäferhunden zeigten wie Schutz- und Sprengstoffsuchhunde ausgebildet werden Dabei stellte Stiewert mit seinem Rüden Ives von den kleinen Helden eine spezielle Ausbildungsmethode, das Mondioring aus Frankreich, vor.

Rundherum gab es viele Stände an denen die Festgäste bummeln konnten. Am Ende war der Vorsitzende Harald Storz mit dem Ablauf zufrieden. "Für das Wetter können wir nichts, aber es hat sich noch ganz gut entwickelt", sagte er späten am Nachmittag.