Mit den Äußerungen des Hauptamtsleiters Klaus Richter, die Solpker Sporthalle sei ein Fass ohne Boden und ein Riesenproblem, sind die Vorstandsmitglieder des Sportvereines SV Komet Solpke nicht einverstanden. Sie stellten am Mittwoch klar, dass die Halle den Ansprüchen entspreche. Eine Schließung der Halle würde dazu führen, dass der Sport in Solpke aussterbe, befürchtet der Vorstand.

Solpke. "Wir brauchen hier kein Vorzeigeobjekt", sagte Vorstandsmitglied Wilfried Schlitter am Mittwochabend. Schlitter gehört zu denen, die die Solpker Sporthalle 1972 mit aufgebaut hatten. "Wenn sie geschlossen werden würde, würde für mich eine Welt zusammenbrechen", sagte er. Dass die Halle, wie Hauptamtsleiter Klaus Richter im Sozialausschuss gesagt hatte, ein Fass ohne Boden sei, dem könne der Vorstand nicht zustimmen. "Wir haben in den vergangenen Jahren keine Investitionsansprüche gestellt", sagte Schlitter. Auch in den nächsten Jahren werde das nicht der Fall sein, denn "die Sporthalle entspricht voll und ganz den Ansprüchen". Hallendecke und Beleuchtung sowie der Sozialteil und die Sanitäranlagen seien bereits saniert worden und in einem guten Zustand. Die Mitglieder des Sportvereines hätten dazu viel beigetragen - unter anderem hätten sie in Eigenregie die komplette Entsorgung des Daches übernommen, berichtete Vorstandsmitglied Dietmar Collatz. "Wir sind überzeugt, dass man in dieser Halle ordentlich Sport treiben kann", betonte er. Wettkampfbetrieb gebe es in der Solpker Sporthalle nicht. Dafür stehe die Halle in Mieste zur Verfügung. Aber zahlreiche Sportgruppen haben in Solpke von montags bis freitags Training. Zwischen 18 und 22 Uhr gebe es keine freien Trainingszeiten mehr.

Vor allem im Winterhalbjahr werde die Halle rege genutzt. Etwa 400 Männer, Frauen und Kinder kommen wöchentlich in die Halle: die Schul-, Hort- und Kindergartenkinder, die Potzehner Kindergruppe, zwei Frauengymnastikgruppen, eine Tischtennisgruppe, Volleyballmannschaften, eine allgemeine Kindergruppe und eine Kindergruppe für Drei- bis Sechsjährige, außerdem die Handballer der SG Solpke/Mieste, die Altherren-Fußballmannschaften aus Breitenfeld/Jeggau sowie aus Potzehne und die Jugend- und Männerfußballmannschaft des Vereins Chemie Mieste. Das 100-jährige Bestehen im vergangenen Jahr habe zudem zu einem Mitgliederaufschwung geführt.

In Solpke gelte das Sicherheits- und Sparsamkeitskonzept. Kosten etwa durch einen Hallenwart entstünden nicht. Für die Schließsicherheit und die Kontrolle, dass Licht, Wasser und Heizung aus beziehungsweise heruntergefahren sind, sorgten die Übungsleiter des Vereines. Einsparpotenzial bestehe nach 2013 bei den Energiekosten. Derzeit besteht für die Halle ein Wärmevertrag, der eine Mindestabnahmemenge festlegt. Wenn dieser Vertrag ausgelaufen sei, könne die Heizung sonnabends und sonntags komplett sowie montags und freitags je einen halben Tag ausgestellt werden. Durch die Nutzungsgebühr für die Sporthalle gebe es auch Einnahmen.

Würde die Halle geschlossen, so befürchteten die Vorstandsmitglieder, werde der Sport in Solpke aussterben. Da brauche man sich dann auch nicht zu wundern, wenn junge Leute abwanderten. Neben dem Erhalt der Sporthalle sprachen sich die Vorstandsmitglieder auch klar für den Erhalt des Grundschulstandortes Solpke aus.