Lindenthal (dl). Mit seinen 87 Jahren ist Gerhard Rösch noch immer aktiver Kneippianer. Zum Wassertreten genießt er gern die idyllisch bei Lindenthal gelegene Anlage, um die sich der Gardeleger Kneipp-Verein kümmert. Doch leider erleben Gerhard Rösch und die anderen Vereinsmitglieder oft böse Überraschungen.

So auch am Montagmorgen, als der Gardeleger und seine Frau zum Wassertreten fuhren - die Anlage aber Wasser vorfanden. Denn in den späten Abendstunden des Sonntags - Anwohner wollen zu dieser Zeit Geräusche gehört haben - waren wieder einmal Vandalen zugange. Sie entfernten die Bretter aus der gemauerten Staumauer, mit der das fließende Gewässer gestaut wird, um für die Wassertretstelle eine entspreche Wasserhöhe zu haben. Während die Bretter sonst neben die Anlage geworfen worden waren und problemlos wieder eingesetzt werden konnten, wurden sie diesmal mitgenommen, schilderte Gerhard Rösch seine Beobachtungen vom Montagmorgen. Es müssten nun neue Bretter besorgt und passend zugeschnitten werden - und das muss auch bezahlt werden. Die nächtlichen Besucher haben aber auch einen Kieshaufen zertreten. Den Kies hatte der Kneipp-Verein anfahren lassen, um dem Becken einen frischen Boden zu geben.

Was die Kneippianer unabhängig von dem Vandalismus des vergangenen Wochenendes ärgert, ist, dass Besucher oft ihren Müll wegwerfen. Manche werfen den Abfall - Flaschen ebenso wie Essensreste - ja in den kleinen, dafür vorgesehen Behälter, doch die Entsorgung müssen die Kneippianer vornehmen, die Stadt mache dies nicht. "Es wäre schön, wenn jeder seinen Müll auch mitnimmt", appellierte Gerhard Rösch die Besucher und Nutzer der Wassertretstelle. Einen zweiten Appell richtete er an Hundebesitzer: "Es ist eine Wassertretstelle für Menschen und keine Badestelle für Hunde", sagte der 87-Jährige. Dabei gehe es zwar auch im die Sauberkeit, andererseits aber auch um den Zustand der Anlage, denn die Hunden würden die Kies aufwühlen.