Parchen/Gladau/Dretzel/Tucheim/Schopsdorf (mfe) l Eine erfreulich hohe Wahlbeteiligung konnten die Helfer in den Wahlbüros der Ortschaften bereits am Nachmittag verzeichnen. "45 Prozent der Berechtigten haben bereits gewählt", gab Wahlvorstand Karl Seel in Parchen gegen 15 Uhr zur Auskunft. "Einen Schwung hatten wir am Nachmittag nach der Kaffeezeit", sagten die Wahlhelfer im Verwaltungsbüro an der Parchener Klapperhalle. "Manche Wähler sehen sich die Zettel erst hier bei uns genau an", hat Seel beobachtet.

Es waren aber auch wahre Namenskolonnen, die sich auf den Wahlzetteln befanden. In den Ortschaften bekamen die Wahlberechtigten zumeist fünf Zettel ausgehändigt. Für die Europa,- Kreistags,- Landrats, Stadtrats- sowie die Ortschaftsratswahl. Zumindest dort, wo weiterhin Ortschaftsräte bestehen. "Man hat ganz schön zu tun", lachte Wähler Kurt Heise in Tucheim. Nach dem zweiten Wahlzettel sei man entweder im Schwung oder man wüsste gar nicht mehr, wen man wählen sollte, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu. Jedoch war das bei den wenigsten Wählern der Fall. Am Nachmittag lag auch im Wahllokal im Tucheimer Gemeindebüro die Beteiligung bei annähernd 50 Prozent.

"Es ging eigentlich zügig voran, wir hatten nur zwischendurch Wartezeiten von zehn Minuten, wenn Familien mit mehreren Wahlberechtigten vor Ort waren. Aber durchweg gut besetzt waren die vier Wahlkabinen im Tucheimer Gemeindehaus. "Bei den Europawahlzetteln mussten die Wähler manchmal nachfalten, damit sie durch die Öffnung der Wahlurne passten", stellte Wahlhelfer Horst Sauermilch fest. Er geleitete die Wähler durch den fast zeremoniellen Vorgang des Einwurfs in die vorgegebenen Urnen. Jede hatte die entsprechende Farbe der Wahlzettel.

"Wir haben eine so gute Beteiligung und hoffen, dass auch alle Zettel in die Urnen passen", schmunzelten die Wahlhelfer im Wahllokal in der Alten Schule in Schopsdorf. "Wir liegen jetzt schon bei über 50 Prozent Beteiligung", konnten die Wahlhelfer bestätigen. "Der erste große Schwung an Wählern gab es bereits am Morgen um 8 Uhr. Viele Familien hätten auch gemeinsam gewählt, zu längeren Wartezeiten sei es nicht gekommen. Bestens präpariert waren auch die Wahlhelfer im Dretzeler Gemeindehaus. "Ich habe noch keinen rosafarbenen Wahlzettel", meinte eine Wählerin, kurz bevor sie die Kabine betrat, um ihr Kreuzchen zu machen. Die Wahlhelfer sahen die Unterlagen kurz durch und schon konnte die Wahl auch bei dieser Dretzelerin beginnen.

"Gut die Hälfte" hatten am Nachmittag gegen 15.30 Uhr gewählt. So viele wie auch in Gladau. "Ich habe alle Kandidaten, die ich wählen wollte, sofort gefunden", sagte Wählerin Heidrun Geue, als sie das Wahllokal im Gladauer Gemeindehaus verließ. Zumal man bei Stadt- und Ortschaftsrat die Namen kenne.

Die nicht benötigten unausgefüllten Wahlzettel werden übrigens nicht einfach weggeworfen, sondern finden Verwendung als Bastelpapier in manchen Kitas.