Bergzow l "Ich weiß, ich kann damit nichts verändern. Aber es haben Bergzower ihr Leben gelassen. Man muss daran erinnern!" Um so wichtiger sei das, wenn man bedenkt wie es gegenwärtig aussieht in der Welt, sagte Heidemarie Richter in der jüngsten Ortschaftsratssitzung in Bergzow.

Am Volkstrauertag, dem 16. November, soll nun auch in Bergzow eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Weltkriege stattfinden. Heidemarie Richter ist die Initiatorin, und sie hat für dieses Vorhaben viel Unterstützung gefunden. So wurde bereits der Sockel des Gendenksteins für die Gefallenen des 1. Weltkrieges, das am "Bäckereck" steht, in ehrenamtlicher Arbeit saniert. Inzwischen sind dort noch Koniferen und Rosen gepflanzt worden, die vom Bürgerverein und dem Club der Geselligkeit mitfinanziert wurden, berichtete sie.

Mehr als 50 Namen von Opfern des 1. Weltkriegs stehen auf dem Gedenkstein. Die Namen der Opfer des 2. Weltkriegs sind in Bergzow bisher noch nirgends zu lesen. Wer diese Opfer waren hat Heidemarie Richter zusammen mit weiteren Helfern inzwischen herausgefunden. 82 Namen sind es, die während der Gedenkveranstaltung am Volkstrauertag von Kindern und Jugendlichen verlesen werden sollen.

Um 14.30 Uhr wird die Veranstaltung am 16. November beginnen. Der Bergzower Frauenchor wird dabei sein und Mitglieder der Vereine des Ortes. "Nie wieder Krieg!" wird die Kernaussage eine kurzen Ansprache sein, die Heidemarie Richter halten wird. Die Bergzowerin, die auch Mitglied des Kreisseniorenrats ist, hofft, dass viele Einwohner der Ortschaft zu dieser Gedenkveranstaltung kommen werden.

In welcher Form künftig der Opfer des 2. Weltkrieges gedacht werden kann, soll noch überlegt werden. Es wird eine Geldfrage sein. Mindestens sollte eine Liste mit den Namen in der Kirche aufgehängt werden, meint Heidemarie Richter. Schöner wäre eine steinerne Tafel am Gedenkstein.