Zabakuck l Auf die Namen Hanni und Nanni taufte Juliane Reimann, Leiterin des Zabakucker Tierparks, kürzlich die beiden Stachelschwein-Damen, die in der Anlage ein neues Zuhause gefunden haben. Sie waren von einem Tierpark der Region Zwickau erworben worden.

Viele Besucher hätten etliche Anregungen und Vorschläge unterbreitet, auch Bonnie und Clyde sei darunter gewesen. Doch Hanni und Nanni erschienen dem Team um Juliane Reimann sinnvoll, weil beide Stachelschweine weiblichen Geschlechts sind, begründete Reimann die Wahl. Einem der beiden Tiere einen Namen ganz individuell zuzuweisen, sei allerdings nicht möglich, sagte Juliane Reimann. Denn die Tiere, in Asien und Afrika beheimatet, seien äußerlich nicht zu unterscheiden. Die Taufe verlief unmittelbar an der Anlage recht unspektakulär. "Es ist besser, die Tiere nicht anzufassen, das endet sehr unangenehm", sagte Juliane Reimann in Anwesenheit von Besuchern aus Brandenburg und Jördis Koch von der Sparkasse Jerichower Land. Eine Stachelschweindame hatte sich bei der Namensgebung in ihre Behausung verkrochen, weil ihr die Aufregung zu groß wurde und ließ sich allen Künsten von Juliane Reimann zum Trotz auch nicht ins Freie locken. Die andere nahm wie versteinert das Geschehen um sie herum wahr.

Die Elbe-Havel-Werkstätten haben den alten, in die Jahre gekommenen Tierpark für insgesamt zwei Millionen Euro grundlegend umgestaltet. Obwohl schon Mitte Juli übergeben, sind noch weitere Ergänzungen und Baumaßnahmen geplant. So entsteht gegenwärtig nach und nach ein begehbares Wildgehege und wird der Bau von Volieren in Angriff genommen. Vor Kurzem trafen Kängurus und Nandus ein. "Sie fühlen sich hier alle pudelwohl", sagte Juliane Reimann im Gespräch mit Jördis Koch. Auf dem großen Plan steht auch noch die Anlage eines Teiches.

Mit Aufträgen bei der Umgestaltung des Tierparkes waren ausschließlich Firmen aus der Havelberger und Genthiner Region betraut worden.