Das neue Jahr ist da und mit ihm der Veranstaltungsplan der Genthiner Touristinfo. Der offenbart Neuerungen, aber auch das Ende für zwei Traditionsveranstaltungen. Was die Genthiner erwartet, erfragte Volksstimme-Redakteurin Kristin Schulze bei der Leiterin der Touristinfo Marina Conradi.

Volksstimme: Der Veranstaltungsplan für 2015 steht. Inklusive drei neuer Veranstaltungen. Was sollten sich die Genthiner im Terminkalender vormerken?

Marina Conradi: Das erste Genthiner Frühlingsfest vom 10. bis 12. April, das wir im Volkspark veranstalten.

Warum braucht Genthin gerade ein Frühlingsfest?

Familien- und Sporttag im Volkspark sind sehr gut angekommen, darum wollen wir den Park noch mehr als Veranstaltungsort etablieren. Und zeigen, dass er ein Ort ist, wo sich die ganze Familie wohlfühlen kann. Und wann kann man den Park besser präsentieren als im Frühling?

Wie sieht das Konzept aus?

Es wird verschiedene Buden geben, Schausteller, Karussells und Fahrgeschäfte. Dazu ein Programm und abends eine Tanzversanstaltung. Voila!

Klingt gut. Aber es gibt noch mehr Neuerungen im Veranstaltungskalender.

Ja, das Blasmusikfest am 23. August rund um den Marktplatz.

Was ist genau geplant?

Zuallererst natürlich Blasmusik. Da haben wir dann das Genthiner Blasorchester und den Musikexpress im Programm sowie Formationen von außerhalb. Außerdem binden wir die regionalen Unternehmen ein. Der Tag wird nämlich zugleich verkaufsoffener Sonntag sein.

Außerdem wird es zum ersten Mal den Kulturherbst geben.

Genau. Der soll im Oktober zusammen mit den Filmkunsttagen stattfinden. Die Veranstaltung wird eine ganze Woche andauern mit regionalen Künstlern aller Kulturbereiche im Programm.

Zum Beispiel?

Wir verhandeln gerade mit dem Pianisten Ronny Kaufhold. Und mit Musik- und Blasformationen. Außerdem sind Lesungen und Ausstellungen geplant.

Was ist mit Veranstaltungen, die 2014 kurzfristig ausgefallen sind? Der Spuk im Turm zum Beispiel.

Den wird es voraussichtlich auch in diesem Jahr nicht geben. Die Touristinfo ist personell nicht in der Lage, das allein durchzuführen. Falls sich ein Partner finden sollte, der uns nicht nur beim Catering, sondern in der gesamten Organisation und Durchführung unterstützt, könnte man neu verhandeln. Das komplette Equipment ist ja vorhanden. Durch den Veranstaltungsort Wasserturm ist die Vorbereitung sehr aufwendig.

Der Turm muss geschmückt werden, es geht ständig die Stufen auf und ab. Das frisst Zeit.

Was passiert mit dem Kartoffelracken? Geht es auf dem Dretzeler Acker weiter?

Nein. Wir hatten dort zehn wunderschöne Jahre. Aber die Resonanz war am Ende nicht mehr so groß, deshalb hören wir auf. Man sollte eine Veranstaltung auch nicht zwingend am Leben halten, sondern offen für Neues sein.

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