Das Leader-Förderprogramm ist in eine neue Phase eingetreten: Damit besteht im ländlichen Raum wieder die Möglichkeit, nachhaltige Maßnahmen mit Mitteln aus europäischen Fördertöpfen umzusetzen. Vereine, Institutionen und Gruppen sind aufgerufen, sich mit Vorschlägen einzubringen.

Genthin l LEADER hat in den zurückliegenden Jahren der ländlichen Region Genthins einen Entwicklungsschub verliehen.

ELER-Mittel (Europäischer Fonds zur Entwicklung des ländlichen Raums) und Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds für die regionale Entwicklung (ERFE) flossen in Größenordnungen. Sie kamen beispielsweise der Bockwindmühle in Parchen, der Telegrafenstation Dretzel, dem Sport- und Rastplatz in Tucheim, aber auch der Leinölmühle in Parchen zu Gute.

Genthins Bürgermeister Thomas Barz will in der neuen LEADER-Förderphase, die sich über die Jahre 2014 bis 2020 erstreckt, an diese Bilanz anknüpfen und ermuntert nun Vereine, Institutionen und Vereinigungen, weitere Vorschläge und Projekte zunächst der Kommune zu unterbreiten. Vorschläge, sagt er, sollen nicht allein die Sache der Verwaltung sein. Zu Beginn der neuen Förderphase hat die Lokale Arbeitsgemeinschaft (LAG) "Zwischen Elbe und Fiener" bereits eine Interessenbekundung eingereicht, bis zum 31. März muss nun ein Konzept vorliegen.

Hier sollen, so Genthins Bürgermeister Thomas Barz, möglichst viele Vorschläge aus unserer Region Eingang finden. Bisher, informierte Bürgermeister Thomas Barz, sind für den ländlichen Raum Genthins einige Vorhaben entwickelt und grob skizziert worden.

Im Bereich Tourismus steht zum einen eine einheitliche Beschilderung der Sehenswürdigkeiten, der Rad- und Wanderwege sowie der Denkmäler an.

Zum anderen geht es um ein Projekt, bei dem geprüft wird, ob man Radwege zur Anbindung zum Altmarkrundkurs, zur Straße der Romanik und zum Elbe-Radweg schaffen kann.

Ein drittes Projekt setzt sich mit dem Einsatz eines Bürgerbusses auseinander, der - neben dem Angebot der NJL - die Ortsteile an die Infrastruktur der Stadt Genthin anbinden könnte.

Weiter steht bisher auf der Vorschlagliste ein "mobiler Dorfladen". Hier dient ein Bus als Verkaufsstelle, in dem alle Erzeuger der Region ihre Produkte innerhalb der Einheitsgemeinde vermarkten.

Des Weiteren könnten in den Ortschaften Mehrgenerationenhäuser/Komplexe und Begegnungsstätten entstehen.

Jederzeit, betont Barz, sind noch bis Mitte des Jahres und danach weitere Vorschläge möglich.

Kriterium für die Genehmigung der Vorschläge werde letztlich die Nachhaltigkeit für den ländlichen Raum sein, sagte Barz.

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