Mit einem Gottesdienst und anschließendem geselligen Beisammensein im Bürgerhaus wurde am Sonntag Vikar Christian Göbke aus dem Pfarrbereich Jerichow verabschiedet. Er war seit September 2012 hier tätig und wird im Frühjahr seine erste Pfarrstelle antreten.

Jerichow l In die Börde nach Wackersleben wird Christian Göbke gehen. Das gehört zur Gemeinde Hötensleben. Vorgestellt hat er sich in der dortigen Gemeinde bereits. "Aber ich konnte mich nicht bewerben. Bei seiner ersten Pfarrstelle wird man von der Landeskirche geschickt", erklärt er. Entsendungsdienst heißt diese dreijährige Probezeit, während der sich ein junger Pfarrer erstmal bewähren müsse.

Bewährt hat sich Christian Göbke aber durchaus schon im Pfarrbereich Jerichow. Das bewiesen nicht nur die große Anteilnahme, die vielen Dankesworte und Abschiedsgeschenke beim Gottesdienst am Sonntag, sondern auch schon während seines Vikariats immer wieder lobende Worte. Christian Göbke, der wie jeder Neuling anfangs natürlich erstmal beschnuppert wurde, hat sehr schnell Anerkennung gefunden. Er ist beliebt hier.

"Es war eine tolle Zeit hier", blickt er selbst auf zweieinhalb Jahre zurück. "Ich habe einfach viel gelernt, weil ich viel mit den Leuten unterwegs war. Ein enges Verhältnis entstand besonders mit jenen, die zum Beispiel beim Konfirmandenunterricht geholfen haben oder auch bei anderen Anlässen und Veranstaltungen.

Zu seinen Hauptaufgaben während des Vikariats gehörte die Gestaltung der Gottesdienste an den Sonntagen, auch die Sitzungen des Gemeindekirchenrats, weiterhin Besuche und auch eine Menge Verwaltungsarbeit, erläutert er. Im Grunde habe er alles mitgemacht. "Man ist quasi Pfarrerslehrling." Auch Konfirmandenunterricht hat er durchgeführt und mit der Gruppe mehrere Fahrten unternommen. Betreut habe er nur einen Konfirmandenjahrgang, und zwar den, der dieses Jahr konfirmiert wird.

Konfirmation ist Pfingstsonnabend - und dazu werde er nochmals nach Jerichow kommen, verriet Christian Göbke. Er werde diesen Gottesdienst dann auch selbst gestalten. Er ist zuversichtlich, dass dieser Termin, auf den er sich natürlich sehr freut, mit dem Dienst in seiner neuen Gemeinde vereinbar ist. Bis jetzt sehe es danach aus, dass am Pfingstsonnabend dort nichts anliegt, ist er zuversichtlich.

Christian Göbke (30) kommt ursprünglich aus Magdeburg. Er hat in Krelingen, Mainz, Greifswald und Halle Theologie studiert und dann sein Vikariat im Pfarrbereich Jerichow absolviert.

"Es war eine schöne Zeit, die ich auch für mich sehr bereichernd fand", dankte Pfarrer Christof Enders Christian Göbke für die gute Zusammenarbeit. Ein weiteres Dankeschön richtete er an die Gemeinde. Es sei nicht einfach, jemanden neu aufzunehmen, "aber ich hatte das Gefühl, Sie sind eine gute Ausbildungsgemeinde!"

Unter den vielen Abschiedsgeschenken für Christian Göbke war auch ein ganz besonderes: Ein großes Bild, gemalt von Marian Siwek. Dieses Bild ist sogar ein doppeltes Geschenk: In allen Kirchengemeinden des Pfarrbereichs wurden dafür Spenden gesammelt, berichtete Friedel Große. Und diese sind durchaus nicht "für mein drittes Segelboot", bestimmt, wie Siwek scherzhaft sagte und damit tüchtiges Gelächter erntete, sondern für die Arbeit mit den Kindern im Pfarrbereich. Für solche Zwecke hat Siwek schon sehr viele Bilder gemalt.

Herzlich verabschiedet worden ist Christian Göbke in der vergangenen Wochen auch in mehreren Dorfkirchen, unter anderem in Scharteucke. Dort hatte es nach seinem letzten Gottesdienst endlich geklappt mit einer geselligen Kaffeerunde, zu der er den Kuchen spendiert hatte. Für die kleine Kirchengemeinde war das eine schöne Überraschung.