Ziesar (bsc) l Der Kultur- und Heimatverein Ziesar erinnert anlässlich des 140. Geburtstages und des 70. Todestages an den in Ziesar geborenen Maler Otto Altenkirch (2. Januar 1875 - 20. Juli 1945). Dazu wird morgen, 28. März, um 16 Uhr im Glassaal der Burg Ziesar ein Vortrag zu hören sein. Buchautorin und Restauratorin Maria Petrasch aus Dresden wird über sein Leben und das künstlerische Schaffen reden. Frank Petrasch informiert über die Ergebnisse der Restaurationen der Bilder Otto Altenkirchs. "Beide Personen beschäftigen sich seit vielen Jahren mit Otto Altenkirch und fördern das Andenken an diesen bedeutenden Maler des 20. Jahrhundert", so Silvia Zimmermann, Vorsitzende des Kultur- und Heimatvereins.

2500 Bilder sind von Otto Altenkirch geschaffen worden. Geboren wurde er als sechstes Kind der Sattlerfamilie Altenkirch in Ziesar. Früh erkannte der junge Otto, dass er eine Vorliebe fürs Zeichnen und später für die Malerei hatte. Er erlernte den Beruf des Malers, wechselte nach Berlin und später nach Dresden. Dort arbeitete er am Dresdener Hoftheater als Kulissenmaler. Seinen Lebensmittelpunkt fand er durch die Heirat in Siebenleben, wo er auch 1945 starb.

Seine Heimatstadt Ziesar hatte er aber nie vergessen. Er kam oft dorthin zurück und hielt die Landschaften um Ziesar in seinen Bildern fest. Einige seiner Bilder sind in Privatbesitz. Die Stadt Ziesar bekam 2002 durch den Nachlass der Familie Hornemann ein paar Bilder geschenkt.