Seit 25 Jahren besteht die Partnerschaft und längst auch Freundschaft zwischen den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren Parey und Brünnighausen. Kleine Delegationen sind regelmäßig bei der Partnerwehr zu Gast. Alle fünf Jahre gibt es ein größeres Treffen. Das fand diesmal in Parey statt.

Parey l Mit dem Bus kamen die Brünnighausener Kameraden nach Parey, unter ihnen der langjährige Ortswehrleiter Martin Schütte, etliche ältere Kameraden, aber auch zahlreiche junge. Das freut die Älteren besonders: Die Partnerschaft wird weitergehen. Das Interesse der Jugend ist da.

Eine kleine Festrede zum Jubiläum hat Herbert Behrend, Vorsitzender der Ehren-, Frauen- und Altersabteilung der Pareyer Feuerwehr, im Saal der "Bergschänke" gehalten. Kontakt hatten einige Kameraden schon vor der Wende. Nach der Grenzöffnung erfolgte der erste Besuch am 23. März 1990. Ein Gegenbesuch folgte. Am 3. Oktober 1990 wurde dann symbolisch ein "Baum der Einheit" gepflanzt, eine von den Brünnighausenern gestiftete Buche.

Einen großen Tisch voller Fotos und anderer Erinnerungen hatten die Pareyer vorbereitet, damit die Kameraden darin stöbern konnten.

"Wir wären auch ohne Einladung gekommen", scherzte der Brünnighauser Wehrleiter Martin Schütte. Auch er hatte noch eine Menge Erinnerungsfotos mitgebracht. "Es war eine gute Zeit, aber die weitere Zeit muss natürlich die Jugend gestalten", blickte er nach vorn. Er ist zuversichtlich, dass es immer "normaler" werden wird, "dass wir zueinander gehören und zusammen feiern."

Ein gerahmtes Gruppenfoto von einem früheren Treffen überreichte Herbert Behrend an Martin Schütte, und auch noch weitere Präsente wurden ausgetauscht.

Als einer, der von Anfang an dabei war, sprach auch der ehemalige Pareyer Bürgermeister Bernhard Melchert einige Worte. Die Feuerwehr habe damals den Anfang gemacht, und in der Folge entstand auch ein guter Kontakt zur Gemeinde Coppenbrügge, zu der Brünnighausen gehört, erinnerte er. "Wir haben in zwei Welten gelebt", blickte Melchert zurück. Er brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass auch die Jugend weiter aufeinander zugehen möge, so, wie die älteren Kameraden damals den Anfang gemacht haben.

Martin Schütte hatte auch etliches zum Anschauen sowie Präsente mitgebracht, darunter viele Fotos von gemeinsamen Treffen, und er überreichte Herbert Behrend unter anderem eine Chronik der Partnerschaft, die vorerst bis zum 20-jährigen Treffen reicht und natürlich noch ergänzt werden soll.

Noch relativ neu in der Runde ist Pareys Ortsbürgerin Nicole Golz. Sie hatte schon bei der Jahreshauptversammlung der Pareyer Wehr ein bisschen Einblick bekommen, das hier wie immer auch eine Delegation aus Brünnighausen anwesend war. "Ich finde beeindruckend, dass die Partnerschaft wirklich intensiv gelebt wird", sagte sie. Obwohl die Strukturen der Feuerwehren hier und dort unterschiedlich seien, verstehe man sich, weil Feuerwehren das gleiche Ziel haben.

Als Ansporn für die Pareyer, noch etwas mehr zu tun, sehe sie die Tatsache, dass Brünnighausen mit gerade mal 586 Einwohnern eine so starke Feuerwehr hat. "Wir wissen, dass wir hier in Pareyer bei der Nachwuchsarbeit etwas tun müssen." Sie versprach, dass sie alles tun werde, damit die Feuerwehr von der Gemeinde wieder mehr Unterstützung bekommt, und sie wies auf die Pläne für das dringend benötigte neue Feuerwehrhaus hin.

Einen sehr interessanten Überblick über die gesamte Elbe-Pareyer Feuerwehr gab Gemeindewehrleiter Dietmar Kohrt. Hierbei erfuhren die Gäste einiges Neue - über die immer bessere Zusammenarbeit der Elbe-Pareyer Ortsfeuerwehren, ohne die heute nichts mehr geht, und auch die Unterstützung, die die Pareyer erfahren, unter anderem hinsichtlich des neuen Gerätehauses.

Am 18./19. Juli übrigens werden Feuerwehrkameraden aus Parey und das Pareyer Schalmeienorchester nach Brünnighausen fahren: Dann feiert der kleine Ort sein 800-jähriges Bestehen, unter anderem mit einem großen Festumzug.