Etwas versteckt, zwischen Kade und Karow, liegt das kleine Dörfchen Belicke. Für unsere Leser war das Heimatfoto-Rätsel trotzdem kein Problem.

Belicke l "Das ist Belicke", sagt Siegrid Schuhknecht am Lesertelefon. Sie ist eine der ersten Anruferinnen. "Man hat einen schönen Blick auf die Ortschaft, wenn man zwischen Kade und Kader Schleuse unterwegs ist", erzählt sie weiter. Und dass es dort im Moment ziemlich hektisch zugeht. "Durch die Bauarbeiten in Genthin nutzen auch viele Lkw-Fahrer die Strecke, da sie direkt zur B1 führt. Wie die Straße das verkraftet, wird sich noch zeigen."

Auch die Kaderin Helga Brandt erkennt den Ortsteil ihrer Ortschaft sofort. "Das hinter dem Zaun sieht aus wie ein Kartoffelacker, daran kann ich mich gar nicht erinnern", sagt sie, erkennt aber doch ganz eindeutig das Grundstück von Johannes Rahn. "Das ist im Besitz der Familie geblieben, sieht jetzt aber viel moderner aus." So hätte Waldi Rahn zum Beispiel den Stall ausgebaut.

"Und eine große Schlosserwerkstatt auf dem Gelände errichtet", ergänzt Günter Müller aus Genthin. "Das Foto wurde von der Karower Chaussee aufgenommen", sagt der Elektro-Meister, der mittlerweile seinen verdienten Ruhestand genießt. Er berichtet außerdem, dass es in der Nähe des Kirchturms einen kleinen Konsum gegeben hat. "Gerade mal so groß wie eine Gartenlaube, aber es gab alles, was man brauchte." Zum Beispiel Brause. Die haben sich Müller und seine Kollegen oft geholt, wenn sie für die Arbeit in Belicke unterwegs waren und Pause machten. Früher sei im Arbeitsalltag vieles anders gewesen. So sei man zum Beispiel von Genthin nach Belicke ganz selbstverständlich mit dem Fahrrad gefahren. "Und oft haben wir ein leckeres Essen bei den Bauern bekommen", sagt Müller.

Auch Lothar Beck erkennt das beschauliche Belicke sofort. Besonderer Hingucker ist für den Kader die Kirche. "Die wurde 1913 erbaut und 2010 verputzt. Demnächst soll das Innenleben überholt werden." Auch im Volksstimme-Archiv wird man auf der Suche nach der Belicker Kirche fündig. Dort heißt es, dass die kleine Kapelle zum Andenken an den Gutsbesitzer und königlichen Ökonomierat Engelhard Lehmann von seinem Sohn Rudolph errichtet wurde. 2013 wurde die Kirche zum zweiten Mal gekrönt. Nachdem ein Sturm die Wetterfahne von der Kapelle riss, bekam sie im Dezember 2013 eine neue Turmspitze. Gefertigt wurde die im Freital in Sachsen.

Gewonnen hat in dieser Woche Angela Borchert aus Parey. Der Preis kann werktags zwischen 9.30 und 16 Uhr in der Redaktion (Brandenburger 55-57) abgeholt werden.

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