Auf dem Dardesheimer Neujahrsempfang wurde zum sechsten Mal der Umweltpreis verliehen. Insgesamt zehn Preisträger wurden ausgezeichnet.

Dardesheim. Bereits zum sechsten Mal in Folge hatte die Ortschaft Dardesheim gemeinsam mit der Windpark Druiberg GmbH und dem Förderverein des Ortes zum großen Jahresempfang geladen. Ein Höhepunkt des Abends, der musikalisch wieder vom Dardesheimer Stadtorchester begleitet wurde, war die Verleihung des 6. Umweltpreises in der Stadt der erneuerbaren Energien. Ortsbürgermeister Rolf-Dieter Künne, Klaus Bogoslaw, Vizebürgermeister der Stadt Osterwieck, und Heinrich Bartelt, Geschäftsführer der Windpark Druiberg GmbH, stellten die Bewerber für den diesjährigen Umweltpreis und ihre Projekte vor. Und sie übergaben die Urkunden und ausgelobten Geldpreise im Gesamtwert von 5000 Euro.

Dabei wurden die unterschiedlichsten Konzepte präsentiert, wobei Photovoltaik-Anlagen mit insgesamt acht von zehn Projekten in Badersleben, Dardesheim und Rohrsheim am beliebtesten waren. Um insgesamt 195,56 Kilowatt Spitzenleistung vergrößerte sich die hier erfasste Gesamtleistung der Photovoltaik-Anlagen im Raum Dardesheim. Aber auch der Ersatz einer alten Ölheizungsanlage durch eine bedienungsfreundliche und (fast) umweltneutrale Pellet-Zentralheizung war ein prämiertes Projekt, das sogar auf dem zweiten Platz landete.

Die energetische Totalsanierung des Rohrsheimer Althauses der Familie Meybohm konnte die Jury ebenfalls überzeugen. Dreifach verglaste Fenster und Türen, eine starke Wärmedämmung, Heizung per Luft-Wasser-Wärmepumpe sowie eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung und Erdwärmetauscher sorgen für sehr niedrige Energiekosten bei diesem alten Gebäude.

Der erste Platz ging an Betina und Frank Barth in Badersleben, die mit einem 20 Quadratmeter großen Solarkollektor so viel warmes Wasser in den großen, gut isolierten Pufferspeicher schicken können, dass damit das Brauchwasser erhitzt und auch die Fußbodenheizung mit erwärmt werden kann.

Die zusätzliche Photovoltaik-Anlage verbessert die umweltfreundliche Energiebilanz zusätzlich.

Heinrich Bartelt bat während der Preisverleihung einige Preisträger ihr Projekt den Gästen im Gasthaus Zum Adler genauer vorzustellen. Es wurden auch einmal realistische Zahlen genannt, die eigentlich auf eine 20-jährige Nutzung mit garantiert weiter steigenden Primärenergiepreisen bezogen, jeden Hausbesitzer motivieren müssten, sofort in bessere Dämmung, effektivste Heizsysteme, Energiespar-Fenster und -Türen sowie umweltfreundliche Energien zu investieren. Dardesheim als Stadt der erneuerbaren Energien und aktiv in den Modellprojekten "Regenerativen Modellregion Harz" und "Harz.EE-mobility" zeigt, wie es gemacht wird.

 

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