Eine Rückschau auf das vergangene Jahr hält Osterwiecks Museumschefin Christine Krebs und verrät gleichzeitig ihre Pläne für 2011.

Osterwieck. "Ein sehr schönes Jahr mit vielen Besuchern", das war 2010 im Heimatmuseum Osterwieck, fasst dessen Leiterin Christine Krebs zusammen: "Besonders gefreut habe ich mich über viele jüngere Gäste und Schulklassen." Mit gezielten Museumsprojekten werden gerade die jüngsten Einwohner Osterwiecks an die Geschichte ihrer Heimatstadt herangeführt. Besonderen Spaß bereitete den Mädchen und Jungen aus der Grundschule "Sonnenklee" ein Projekttag im vergangenen Juni, an dem sie ausprobieren konnten, wie man in vergangenen Jahrhunderten mit Schiefertafel und Griffel seine Hausaufgaben erledigte.

So durfte es auch nicht verwundern, dass zum 80-jährigen Bestehen des Museums am 8. Dezember die jüngsten Fallstein-Städter aus Kindergärten und Hort zu Gast waren, um den "Museumsgeburtstag" gebührend zu feiern. "Am Tag zuvor hatten wir zu einer Feierstunde mit Gästen geladen", berichtet Christine Krebs, die an weitere Höhepunkte des Jahres 2010 erinnert: Am internationalen Museumstag am 16. Mai habe man sich mit den "Rolanden" beschäftigt, die man in vielen nord- und mitteldeutschen Städten findet. Auch am Tag des offenen Denkmals, traditionell am zweiten Sonntag im September, habe sich Osterwieck beteiligt. Zu sehen war die Sonderschau zum Thema Grenzöffnung. "Sie lief noch bis zum 20. Dezember und hat knapp 4000 Gäste angezogen", freut sich Christine Krebs.

Für sie persönlich sei das zurückliegende Jahr eine besondere Herausforderung gewesen, so die rührige Museumschefin, die inzwischen auch die Verantwortung für die neu eingerichtete Tourist-Information der Einheitsgemeinde Stadt Osterwieck, Am Markt 10, übernommen hat.

Dennoch soll die Arbeit im Museum auch im neuen Jahr nicht zu kurz kommen. "Ich habe noch einige Pläne in der Schublade", verrät die Museumschefin. Einer davon sei schon ziemlich weit gediehen, nämlich die Ausbildung von Gästeführern, die demnächst starten soll: "Die Termine dafür sind bis Mai bereits ausgebucht." Ein erstes Treffen der Interessenten finde am Donnerstag, dem 27. Januar, statt.

Eine Sonderaustellung zum Thema "Bierbrauen" sei schon lange geplant, Material dazu liege bereits im Magazin.

Und nicht zuletzt: Auch baulich soll sich am Museum etwas tun: Vorgesehen sei die Sanierung der Rückseite. "Wir sind im Programm für 2011 vorgesehen", so Christine Krebs.